Weiterer Vortrag im Rahmen der Ethikreihe am 5. Mai: Der Garten der Existenz und die Gesellschaft. Zur Renaissance einer Ethik des Glücks

Prof. Dr. Eric Mührel

Am kommenden Dienstag, 5. Mai, sind Interessierte zu einem weiteren Vortrag der Ethikreihe an der Flandernstraße der Hochschule Esslingen eingeladen.

Es referiert Prof. Dr. Eric Mührel (Hochschule Emden-Leer) über das Thema "Der Garten der Existenz und die Gesellschaft. Zur Renaissance einer Ethik des Glücks".

Informationen zum Vortrag:

Der Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal (1623-1662) stellte sich die Frage, ob nicht diejenigen Menschen glücklicher sind, welche sich der Zerstreuung und Unterhaltung hingeben, als jene, die über sich selbst und ihr Leben nachdenken. Denn wer mit dem (Nach-)Denken anfängt, sieht sich sogleich mit seiner eigenen Bedeutungslosigkeit und der Absurdität der Welt konfrontiert.

Wofür könnte es sich angesichts der heutzutage zahllosen Möglichkeiten der Zerstreuung und einer wachsenden Ohnmacht gegenüber den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen noch lohnen, sich intensiv die Frage nach dem Sinn und dem Glück des eigenen Lebens zu stellen?

Der bejahenden Perspektive dieser Frage wird in der Beschreibung eines „Gartens der Existenz“ nachgegangen, mit dem das Begehren des Glücks, der Genuss des Lebens wie der Liebe sowie die Selbstachtung und Achtung des Anderen verbunden sind. Und wie soll die Gesellschaft gestaltet sein, in der die „Gärten der Existenz“ anerkennend und wohlwollend eingebettet sind, in der die Menschen nicht auf einen versklavenden Nutzen einer totalitären Ökonomie und/oder Politik reduziert  werden?  Zudem ist auch die heutige Aufgabe der Hochschulen und Schulen zu hinterfragen. Wie sollte Bildung verstanden und gestaltet sein, damit (junge) Menschen in ihren „Gärten der Existenz“ mit Würde leben dürfen und können?