Ein weiterer Schritt zum neuen Master-Studiengang Pflegepädagogik – Ein Kooperationsprogramm der Hochschule Esslingen und der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd

Mit der Schließung eines Kooperationsvertrages am 20.03.2015 haben sich die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd und die Hochschule Esslingen verständigt, den gemeinsamen Master-Studiengang Pflegepädagogik einzurichten. Für beide Hochschulstandorte ist die Einrichtung dieses Studienangebotes ein attraktiver Gewinn, d.h. sie können vorhandene Ressourcen und Synergien nutzen.

Ein solches Master-Angebot im Bereich der Lehrerbildung für die berufliche Fachrichtung Pflege ist in Baden-Württemberg bislang einmalig. Ausgangspunkte dieser auch hochschulpolitischen Innovation ist der bereits an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd eingeführte und erfolgreich akkreditierte Master-Studiengang Ingenieurpädagogik. Dieser Studiengang wurde 2003 als einer der ersten Studiengänge für das berufliche Lehramt in einer Bachelor-Master-Abfolge eingerichtet.

An der Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege der Hochschule Esslingen wird seit über zehn Jahren der Bachelor-Studiengang Pflegepädagogik angeboten. Bislang konnte daran an der Hochschule Esslingen der fachwissenschaftliche Master-Studiengang Pflegewissenschaft mit einem Schwerpunkt im Bereich der Bildungswissenschaften angeschlossen werden. Dadurch wurde den Absolventinnen und Absolventen eine sehr gute berufliche Perspektive in beruflichen Schulen für Pflegeberufe eröffnet (z.B. in Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und Altenpflege). Es handelte sich hierbei allerdings um besondere Schulen, die außerhalb der Strukturen und Zuständigkeiten des nach dem Berufsbildungsgesetz geregelten, öffentlichen Systems berufsbildender Schulen liegen. In den beiden vergangenen Jahren gelang mehreren Absolventinnen des genannten Master-Studiengangs Pflegewissenschaft ein Direkteinstieg in das öffentliche berufliche Schulsystem. Der Zugang zu diesen höheren beruflichen Schulen und die damit verbundenen Standards und durchaus attraktiven besoldungsrechtlichen Regelungen war damit allerdings zunächst nur als Sonderweg bzw. als Einzelfallregelung gegeben.

Neu ist nun, dass die Strukturen zweier erfolgreicher Studienprogramme zusammengeführt werden – die des Master-Studiengangs Ingenieurpädagogik der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd und Anteile des Master-Studiengangs Pflegewissenschaft zu einem innovativen Kooperativen Master-Studiengang Pflegepädagogik – in dem sowohl an der PH Schwäbisch Gmünd als der Hochschule Esslingen gelehrt und studiert wird. Auf Basis dieses Master-Abschlusses sind Absolventinnen und Absolventen auch zur Promotion berechtigt, welche hochschulrechtlich an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd verbindlich geregelt ist.

Inhaltlich orientiert sich das neue Studienangebot an den strukturellen Empfehlungen und Vorgaben der Kultusministerkonferenz für lehrerbildende Studiengänge. Das Fach Erziehungswissenschaft und Berufspädagogik (einschließlich der Didaktik der beruflichen Fachrichtung Pflege) wird gemeinsam von der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd und der Hochschule Esslingen angeboten. Alle Bereiche zur beruflichen Fachrichtung Pflege deckt die Fakultät SAGP der Hochschule Esslingen ab. Für den Studienbereich Gesundheit ist hingegen die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd verantwortlich, zu deren wissenschaftlichem Profil eine forschungsstarke und zugleich anwendungsnahe Gesundheitsförderung gehört, die auch sehr erfolgreiche Bachelor- und Masterstudiengänge umfasst. Mit dem Studienfach Gesundheit im pflegepädagogischen Masterprogramm können Studierende ihre Kenntnisse im Bereich der Gesundheitswissenschaft, welche im Bachelor-Studiengang Pflegepädagogik der Hochschule Esslingen vermittelt werden, erweitern.

 

Von: Juliane Steck