Erfolgreiche Projektpräsentationen in den Pflegestudiengängen

Die alljährlichen Projektpräsentationen in den Pflegestudiengängen der Hochschule stießen auch in diesem Jahr wieder auf reges Interesse. Studierende der Bachelor-Studiengänge Pflege/Pflegemanagement und Pflegepädagogik luden Pflege-Studierende, Lehrende, AbsolventInnen und interessierte Praxisvertreter aus dem Pflegebereich ein, um ihre Jahresprojekte zu präsentieren.

Susanne Knorr aus dem Studiengang Pflegemanagement war eine der Moderatorinnen der Veranstaltung.

Sonja Trinkner, Moderatorin der Veranstaltung, studiert Pflegepädagogik.

Simone Siedler-Pieth stellte das Projekt ihrer Projektgruppe.

Über zwei Semester hinweg konnten sie ein Thema für verschiedene Pflege-Einrichtungen bearbeiten. Sie erhielten dadurch einen direkten Einblick in die Pflegepraxis und hatten außerdem die Möglichkeit, einen Beitrag zur Weiterentwicklung in der Pflege zu leisten.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte die Dekanin, Prof. Dr. Astrid Elsbernd die Gäste. Sie freute sich, dass die Projektpräsentationen in den Pflege-Studiengängen bereits eine alte Tradition an der Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege sind. Vier Gruppen stellten in diesem Jahr ihre Projekte vor.

Im ersten Projekt beschäftigten sich die Studierenden mit der gesundheitlichen Situation von Auszubildenden in der Pflege. Den Projektauftrag erhielten sie von der Freie Krankenpflegeschule an der Filderklinik e.V.. Mit Hilfe von Dokumentenanalysen, Leitfadeninterviews mit Pflegenden in Ausbildung als auch mit Lehrenden und Praxisanleitenden sowie der Methode der nicht teilnehmenden Beobachtung gingen sie dem Projektauftrag nach. Als Ergebnis konnten sowohl Belastungen der Auszubildenden als auch Ressourcen herausgearbeitet werden. Auf dieser Grundlage können Empfehlungen für die Gesundheitsförderung und Prävention formuliert werden.

Die zweite Projektgruppe erhielt einen Arbeitsauftrag von der Schule für Pflegeberufe Kirchheim- Nürtingen. Auftrag war es, die dort zunächst die wahrgenommene Durchlässigkeit, d.h. die subjektiv empfundene Möglichkeit einen zusätzlichen höheren Abschluss zu erwerben, zu analysieren. Mit Hilfe von Fragebögen erfassten die Studierenden das Erleben von Lehrenden und Lernenden. Anschließend leiteten sie Handlungsempfehlungen aus ihren Ergebnissen ab.

Im dritten Projekt stand ein innerbetriebliches Bildungskonzept für FallmanagerInnen des Klinikums Ludwigsburg im Fokus der Projektgruppe. Aufgabe war es, zu prüfen, ob dieses Konzept den Anforderungen der Praxis standhält. Dazu erfassten die neun Studierenden der Gruppe mittels Leitfadeninterviews die subjektive Wahrnehmung der nach dem Konzept ausgebildeten FallmanagerInnen hinsichtlich ihrer erworbenen Handlungskompetenzen. Nach einer kategorischen Zusammenfassung des Datenmaterials konnten sie sowohl Empfehlungen für das Bildungskonzept ausarbeiten als auch für die praktische Arbeit der FallmanagerInnen.

Weitere neun Studierende arbeiteten zusammen mit der Samariterstiftung am Projekt „Wohnlichkeit gestalten“. Sie gingen der Frage nach, was „Wohnlichkeit“ in Hausgemeinschaften ausmacht. In diesem Zusammenhang wurde ein einrichtungsübergreifendes Pflegekonzept entwickelt und evaluiert. Dazu gehörte die Entwicklung eines Screening- und Assessmentinstrumentes. Mit Hilfe dessen sollen MitarbeiterInnen in Hausgemeinschaften für das Thema „Wohnlichkeit“ sensibilisiert werden, um subjektive Wohnlichkeit nach den Bedürfnissen der einzelnen BewohnerInnen gestalten und sicherzustellen zu können.

Die beiden Studentinnen der Bachelor-Studiengänge Pflegemanagement und Pflegepädagogik, Susanne Knorr und Sonja Trinkner, moderierten das Programm und ermunterten das Publikum zur Diskussion nach den Präsentationen. Die Projekte stießen auf großes Interesse. Durch Fragen und Anmerkungen des Publikums entstand ein reger Fachaustausch.

 

 

Von: Juliane Steck