Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft – und das mit Zeitersparnis auf dem Galileo-Trainer

Dr. Martin Runge führt an der Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege in die Tiefen des Prinzips der seitenalternierenden Muskelstimulation ein.

Dr. Martin Runge auf dem Galileotrainer

Vor einem Jahr hat die Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege einen Galileotrainer angeschafft. Schon damals stand Dr. Martin Runge, Chefarzt an der Aerpah- Klinik in Esslingen-Kennenburg, beratend zur Seite. Am Mittwochnachmittag, genau ein Jahr später, kam er noch einmal zur Fakultät und führte interessierte MitarbeiterInnen und ProfessorInnen in die Tiefen des Prinzips dieser seitenalternierenden Muskelstimulation ein.

Der Galileotrainer trainiert die Muskeln des Menschen. Bei diesem sogenannten seitenalternierenden Muskelstimulator wird der Körper abwechselnd von einem zum anderen Bein nach oben gestoßen – sozusagen über jede Seite. Dadurch entsteht eine Vibration im ganzen Körper. Je nach Fußstellung auf dem Gerät, je nach Frequenz der Vibration und je nach Körperhaltung wird die Kraft des Galileogeräts an verschiedene Stellen des Körpers geleitet. Der oder die Trainierende kann also entscheiden, an welchen Körperstellen er/sie gerne seine/ihre Muskeln trainieren oder zumindest bewegen möchte.

Das System bildet unseren natürlichen Bewegungsablauf nach, schließlich bewegen wir Menschen uns als „Einbeiner“ und stehen im Gang abwechselnd jeweils auf einem Bein. Genau das ermöglicht uns der Galileotrainer in komprimierter Form. Wir laufen sozusagen schnell auf der Stelle. Wer nun sich nun denkt, das hört sich nach einer entspannten Bewegungspause an, liegt falsch. Der Galileotrainer ermöglicht nicht nur die Lockerung und Dehnung der Muskeln, er ermöglicht auch einen Muskelaufbau. Erst bei einer Aufwendung von 70% der Gesamtkraft werden Muskeln aufgebaut, nämlich dann wenn sich „ein angenehm brennendes Gefühl einstellt und das tut gut“, so Dr. Runge.

In der Fragestunde an der Fakultät rät Herr Runge auch, dass bei manchen akuten körperlichen Erkrankungen, wie bspw. einem akuten Bandscheibenvorfall, zunächst auf Vibrationstraining verzichtet werden müsse. Lässt der erste Schmerz nach, kann das Training wieder aufgenommen werden. Damit wird eine Lockerung erzielt, die zu einer schnelleren Genesung führt. Immer wieder kommen Fragen auf, wie lange man bei bestimmten Krankheitsbildern trainieren darf und mit welcher Frequenz. Der Tipp von Herr Runge dazu ist:„ Verlassen Sie sich auf Ihr Körpergefühl und seien Sie sich im Klaren: der Schmerz ist der bellende Wachhund der Gesundheit – daran sollten Sie sich orientieren.“

 

Von: Andreya Romano