Neuer Schwerpunkt „International“ vermittelt internationale und interkulturelle Kompetenz im Studiengang Soziale Arbeit

An der Hochschule Esslingen wird Internationalisierung auch im Studiengang „Soziale Arbeit“ groß geschrieben: Der neue Schwerpunkt widmet sich weltweit relevanter Fragestellungen. Dabei werden die Studierenden auch ganz praktisch auf die Herausforderungen einer internationalen Sozialen Arbeit vorbereitet. Die Resonanz der Studierenden ist sehr positiv.

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"International" - Neuer Schwerpunkt im Studiengang "Soziale Arbeit" der Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege (Foto: Fotolia)

Soziale Zusammenhänge, Beziehungsnetzwerke und soziale Probleme entwickeln sich heute zunehmend jenseits nationaler Grenzen. Dabei stehen Themen wie Armut, Migration, Menschrechte, Klimawandel sowie Naturkatastrophen und ihre sozialen Folgen immer mehr im Mittelpunkt. Diese Veränderungen und die damit verbundenen Prozesse hat die Hochschule Esslingen dazu veranlasst, im Studiengang Bachelor Soziale Arbeit seit dem vergangenen Wintersemester den Schwerpunkt „International“  zu setzen und die Studierenden in Theorie und Praxis auf die künftigen Arbeitsfelder und -herausforderungen vorzubereiten.

„Auch Familien sind zunehmend international aufgestellt, mit Auswirkungen auf ihre Unterstützungs- und Versorgungsstrukturen“, sagt Marion Laging, Studiengangleitung für den Bachelor Soziale Arbeit und Initiatorin des Schwerpunktes International. 

In der Theorie werden innerhalb des Schwerpunktes Themen wie „Grundlagen der Entwicklungspolitik“, „Entwicklung und Praxis der Sozialen Arbeit anderer Nationen“, Vergleich von Sozialpolitik und Sozialsystem anderer Nationen“, „die Rolle der UN und ihrer Unterorganisationen für das Setzen von Standards für internationale Wohlfahrtspolitik“ behandelt.

In der Praxis geht es vor allem darum, die interkulturelle und internationale Kompetenz der Studierenden zu stärken. Konkret heißt dies beispielsweise, dass die selbstreflexive, biografische Auseinandersetzung mit der eigenen, kulturellen Gewohnheit angestoßen wird oder Formen von Diskriminierung und Rassismus ebenso wie Charakteristika fremder Kulturen diskutiert werden.
„Wir behandeln auch unterschiedliche kulturelle Verständnisse von Themen wie etwa Sucht“, erläutert Marion Laging. „So betrachten beispielsweise Menschen aus Osteuropa Sucht eher als moralisches Fehlverhalten, während sie bei uns viel mehr als eine Krankheit verstanden wird.“

Die Studierenden sollen damit eine internationale Fachkompetenz und interkulturelles Wissen erwerben, um zu professionellem Handeln in der internationalen Sozialen Arbeit befähigt zu werden. Dabei will die interkulturelle Soziale Arbeit Menschen mit Migrationsgeschichte Hilfe geben, die von einem Sprach- und Kulturraum in einen anderen gelangen.

Die Einführung des Schwerpunktes stößt bei den Studierenden bislang auf starke Resonanz: im ersten Durchgang hat sich ein Drittel der Studierenden für den Schwerpunkt International entschieden, in der zweiten Runde waren es 45 Prozent. Zu ihnen zählt auch die 20jährige Lea Heinemann: „Ich habe mich für International entschieden, weil ich denke, dass die Soziale Arbeit immer stärker internationalen Aufgaben verpflichtet ist – beispielsweise in der globalen Flüchtlingsarbeit.“ Ihr Studienpraktikum wird die Studentin daher im Welthaus in Amsterdam absolvieren.
Link zum Studiengang: http://www.hs-esslingen.de/de/hochschule/fakultaeten/soziale-arbeit-gesundheit-und-pflege/studiengaenge/bachelor/soziale-arbeit-ba.html

Kontakt:

Prof. Dr. Marion Laging
Studiengangleitung Soziale Arbeit (Bachelor of Arts)
Hochschule Esslingen
Flandernstraße 101
73728 Esslingen
Tel. 0711.397–4589
Marion.laging(at)hs-esslingen.de

Von: Cornelia Bethge