Thermoregulation von Landschnecken

Projektleitung:    Prof. Dr.-Ing. Ulrich Gärtner, Tel.: 0711 / 397 - 3259
Email: ulrich.gaertner@hs-esslingen.de
Projektmitarbeiter: Dipl.-Ing. (FH) Markus Ludwig, Dipl.-Ing. (FH) M.Eng. Ulf Fischbach

In Kooperation mit der Uni Tübingen wird in dem Projekt "HotSnail" untersucht, wie sich thermische Belastungen auf den Stoffwechsel und die Selektion von Morphotypen mediterraner Schneckenarten auswirken.
Die Abteilung "Physiologische Ökologie der Tiere" benutzt für diese Untersuchungen Schneckenarten, die im Mittelmeerraum stark verbreitet sind und dort Außentemperaturen von bis zu 52 °C über einen Zeitraum von 8 Stunden ertragen.

Von besonderem Interesse ist dabei die Bildung von Chaperonen - Stressproteinen, die zur Reparatur thermisch bedingter Defekte in anderen Proteinen dienen. Um eine eindeutige Zuordnung zwischen der Stressproteinproduktion und der thermischen Belastung zu erhalten, ist eine genaue Erfassung der thermischen Randbedingungen der betrachteten Tiere erforderlich.
Dazu werden im IAF "Energetische Systeme" Modellversuche im Klimawindkanal und Strömungssimulationen durchgeführt, die den genauen Wärmehaushalt modellieren und so Parameterstudien zum Abgleich mit Freilandmessungen ermöglichen. Ausgehend von den experimentellen und theoretischen Modellierungen kann dann eine Vorhersage des Wärmehaushaltes des Tieres unter verschiedenen Randbedingungen erfolgen. Dies ist insbesondere für die Ermittlung des Einflusses klimatischer Veränderungen von Bedeutung.