Forschungsprojekt an der Hochschule Esslingen hilft Menschen mit Behinderung bei der Arbeit durch neuartige Assistenzsysteme

Die Projektbeteiligten vor dem Assistenzsystem (von links: Prof. Dr. Thomas Hörz (Hochschule Esslingen), Alfred Grimm (Beschützende Werkstätte Heilbronn e. V.), Oliver Korn (Hochschule Esslingen), Volker Sieber und Karl Schnaithmann (Schnaithmann GmbH), Christof Sanwald (Beschützende Werkstätte Heilbronn e. V.) Bild: Copyright Fa. Schnaithmann

Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Thomas Hörz, Tel.: 0711 / 397 – 3269
Projektmitarbeiter: Oliver Korn M.A., M.Sc. Manuel Kölz Tel.: 0711 / 397 - 3215

Förderstelle:
Koordinierungsstelle Forschung der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, Baden-Württemberg
Laufzeit: 2 Jahre
Beginn: 01.10.2011
Ende: 31.01.2013

Forschungspartner:
Schnaithmann Maschinenbau GmbH, Remshalden
Beschützende Werkstätte für geistig und körperlich Behinderte Heilbronn e.V.

Im Forschungsprojekt ASLM wurden Assistenzsysteme für leistungseingeschränkte Menschen entwickelt. Im Fokus standen manuelle Montagearbeitsplätze. Anders als bei klassischen Ansätzen zur Optimierung der Produktion wie „Pick-by-Light“ wurden in diesem Projekt auch neue technische Verfahren wie die Projektion und Bewegungserkennung systematisch bewertet und in den Entwicklungs- und Erprobungsprozess integriert.
Der Leistungsumfang zum Zeitpunkt des Projektabschlusses zeigt einen neuartigen Montagearbeitsplatz, der mittels Bewegungserkennung die anwendungsorientierte Informationsbereitstellung von Text, Bild und Video direkt im Arbeitsbereich, also in-situ, ermöglicht. Desweiteren ist neben der anleitenden Funktion eine Qualitätskontrolle über die Erfassung von Arbeitsabläufen, Bewegungsvorgängen sowie der Bauteilpositionierung und –orientierung möglich. Zusätzlich wurde bei der konstruktiven Gestaltung besonderes Augenmerk auf eine ergonomische Ausführung vor allem für leistungsgeminderte Mitarbeiter in Abstimmung mit den Endanwendern gelegt.

Ein weiteres wichtiges Ergebnis stellt die Implementierung einer stabilen und weitgehend autonomen Raumüberwachung dar. Durch diese Lösung konnte das teure und relativ aufwändige System auf Basis von Lichtgittern deutlich vereinfacht, verbessert und kostengünstiger umgesetzt werden.

Im Rahmen von durchgeführten Studien wurde nachgewiesen, dass durch den Einsatz des Assistenzsystems das Leistungsniveau von leistungsgeminderten Mitarbeitern angehoben sowie die Montagedauer gesenkt wird. Der Nutzen des Assistenzsystems konnte somit nachhaltig belegt werden.