Aktuelles

Eugen Eisenmann Innovationspreis für den technischen Nachwuchs geht in die dritte Runde

Preisübergabe auf der Hannover Messe: (v.l.n.r.) Dr. Claus Lang-Koetz (Innovationsmanager), Marc Peter Hofmann, Dr. Kersten Christoph Link (Mitglied des Vorstands), Robert Leicht, David Suhm, Frank Tietze, Klaus Breuning (Kundenservice), Berndt Fürstenberg (Personaldirektor)

Böblingen, 26. April 2012 – Im Rahmen des Messeauftritts auf der IndustrialGreenTec in Hannover verlieh das Unternehmen Eisenmann gestern Abend seinen Eugen Eisenmann Innovationspreis. Die Auszeichnung honoriert zum dritten Mal die drei besten Abschlussarbeiten, die von Studierenden bei Eisenmann geschrieben wurden. Mit diesem Preis fördert das Unternehmen den technischen Nachwuchs bereits während des Studiums, nicht zuletzt mit dem Ziel, Talente frühzeitig zu erkennen.

Die Jury bewertet den eingereichten Beitrag insbesondere nach folgenden Bewertungskriterien: der Kundennutzen der Innovation, das Marktpotenzial sowie der Beitrag der Innovation zur ökologischen Nachhaltigkeit. In diesem Jahr ging der mit 2.000 Euro dotierte erste Platz an David Suhm, Maschinenbauingenieur, für seine Bachelor-Arbeit im Geschäftsbereich Service.
„Natürlich freue ich mich sehr, eine solche Anerkennung hier auf der Hannover Messe entgegen zu nehmen“, so David Suhm nach der Siegerehrung. „Für das Thema brannte ich von Anfang an. Ich hatte viel Spaß dabei, ein Kettenzugmessgerät zu entwickeln, das später den Kunden als Dienstleistung angeboten wird. Den Einsatz des Produkts überlasse ich aber Anderen, denn ich konzentriere mich jetzt erst einmal auf mein Master-Studium.“
Über einen doppelt belegten zweiten Platz und ein Preisgeld von je 1.000 Euro freuten sich Robert Leicht und Frank Tietze. Ihre Master-Arbeit absolvierten die beiden in den Geschäftsbereichen Umwelttechnik und Applikationstechnik und Robotik. Aufgrund dieser Doppelbelegung blieb der dritte Platz unbelegt.
„Mit diesem Preis unterstützen wir nicht nur unseren technischen Nachwuchs, sondern treffen auch eine Auswahl an Ideen, die wir in unsere Produktentwicklungen und Prozesse einfließen lassen“, so Kersten Christoph Link, Mitglied des Vorstands.
Bewerben können sich alle Studierenden, die ihre Diplom-, Bachelor- oder Masterarbeit bei Eisenmann schreiben. Der Firmengründer Eugen Eisenmann steht nicht nur als Namensgeber für diesen Preis, sondern für eine Innovationskultur, die das Unternehmen seit seiner Gründung im Jahr 1951 prägt.

Hier sehen Sie die vollständige Pressemitteilung der Fa. Eisenmann AG: 2012_04_26_EE_Innovationspreis_2012-1

Zwei Wochen Finnland

Anfang März war es soweit! Fünf Maschinenbaustudenten unserer Hochschule reisten nach Jyväskylä, Finnland, um mit anderen Studenten aus Finnland, Italien, Spanien, Rumänien und Zwickau an einem interdisziplinären Projekt zu arbeiten. Die vertretenen Studiengänge waren Wellness Technology, Bio-Medizintechnik, Architektur, Industriedesign und Computer Engineering. Dieses internationale Team machte sich Gedanken um die Bedürfnisse von älteren und behinderten Menschen.
In Zeiten der Gesellschaftsalterung eröffnet sich auch für den Maschinenbau ein neuer und interessanter Markt für technische Anwendungen. Die Nachfrage nach Treppenliften, Liftsystemen für Toiletten oder ganzen Küchenzeilen wächst immer mehr.
In den zwei Projektwochen gab es täglich eine Vorlesung am Morgen und anschließend wurde in drei Kurzzeit- und einem Langzeitprojekt intensiv gearbeitet. Dazu wurden die insgesamt 29 Teilnehmer aus fünf Ländern in sechs Gruppen eingeteilt, sodass eine möglichst große Vielfalt an Nationen und Studiengängen in jedem Team vertreten war. Diese Vielfalt zwang uns alle, die gemeinsame Sprache Englisch zu benutzen, was auch nach kurzer Eingewöhnungszeit erstaunlich gut funktionierte.
Die Kurzzeitprojekte befassten sich mit einem Kaffeeautomaten für benachteiligte Personen, einem Arbeitsplatz in einer Behindertenwerkstatt und einem Projekt über die Erschließung von Städten. Der Kaffeeautomat sollte so konzipiert werden, dass er über ein benutzerfreundliches Design, aber auch über andere Einrichtungen wie Blindenschrift und Sprachsteuerung verfügte. Er sollte schnell und einfach von Jedermann bedient werden können. Außerdem diente diese erste Aufgabe dem Kennenlernen der anderen Teammitglieder.
Bei dem Projekt über die Arbeitsplatzeinrichtung mussten sich die Teams eine fiktive Person mit verschiedenen Behinderungen ausdenken. Für diese Person sollte dann eine Anleitung für die Montage eines Legoautos erstellt werden. Anschließend wurde die Montageanleitung von einem Professor geprüft. Er sollte ohne Hilfe, nur anhand der Anleitung, das Auto korrekt zusammenbauen.
Bei dem letzten Kurzzeitprojekt, der Erschließung der Städte, wurden je zwei Teams mit einer Aufgabe betraut und das Ergebnis verglichen. Als erstes wurden eine Straßenbahn und deren Haltestellen, die vermehrt auf Behinderungen oder Unzulänglichkeiten älterer Mitmenschen eingeht, konzipiert. Die zweite Aufgabe war der Entwurf eines Vertikalaufzugs, der große Steigungen leichter überwinden sollte. Die letzte Aufgabe war das Konzept eines Cityrollers, mit dem man auf eigene Faust Stadttouren auf nicht vorgeschriebenen Routen unternehmen konnte.
Im Langzeitprojekt ging es um den Umbau des Lebensumfeldes, der Wohnung oder des Hauses, einer fiktiven Person oder eines Ehepaares, die entweder durch Krankheiten oder Altersschwäche spezielle Hilfsmittel benötigen. In der Planungsphase des Hausumbaus wurde uns ermöglicht, ein „Smart Home“ zu besuchen. Dieses „intelligente Zuhause“ wird von der Hochschule Jyväskyläs betrieben und dient der Demonstration der Technischen Features und der Schulung von Fachpersonal.
Als weiteres Highlight und um Anregungen für das Langzeitprojekt zu bekommen, unternahmen wir einen Ausflug nach Peurunka, einem Reha-Zentrum. Dort konnten wir einen Eindruck erlangen, wie die Technik zur Rehabilitation, aber auch für den täglichen Gebrauch, eingesetzt wird. Anschließend durften wir an einem Vortrag und einer Führung, bei der viel Zeit für Fragen blieb, teilnehmen und anschließend die Sporthalle einige Zeit zum Hockeyspielen, das Schwimmbad sowie die Saunen des Zentrums nutzen.
Nach den anstrengenden, aber interessanten Tagen an der Hochschule, blieb immer noch genug Zeit für Freizeitbeschäftigungen wie Kochen mit den anderen Nationalitäten, Saunieren oder abends mit der ganzen Gruppe die Studentenstadt Jyväskylä genießen.

Nun das Fazit der fünf Teilnehmer:

Matthias Deinert: Durch die Teilnahme am IP Programm 2012 konnte ich nicht nur mein Englisch verbessern, sondern auch meine Präsentationstechniken und meine Teamarbeit in einem internationalen Team. Zudem konnte ich neue Leute und Kulturen kennenlernen. Die Freizeit kam natürlich auch nicht zu kurz und man hatte genug Zeit in die Finnische Kultur zu schnuppern. Ich kann nur jedem weiterempfehlen, die Chance zu nutzen und am nächsten IP-Programm teilzunehmen.

Ilona Müller: Obwohl ich durch das IP die erste Vorlesungswoche verpasst habe, war es eine lohnenswerte Reise. Ich war erstaunt, wie weit mir mein Schulenglisch gereicht hat. Wir konnten uns in den Teams gut verständigen, wenn mal ein Fachbegriff gefehlt hat, konnte man ja den Internetübersetzer zu Rate ziehen. Außerdem hat sich mein Blick für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen stark geändert. Eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

Robert Bär: Die Teilnahme an dem Projekt hat mir persönlich viel gebracht. Ich habe nicht nur Leute aus verschiedenen Ländern kennen lernen dürfen, sondern auch viel über die Bedürfnisse älterer sowie behinderter Menschen lernen können. Alltägliche Dinge, die wir als selbstverständlich erachten, können für manche Menschen eine große Herausforderung werden. Das Projekt hat mich in dieser Hinsicht sensibilisiert, sodass ich jetzt auch die Kleinigkeiten des alltäglichen Lebens aus einem anderen Blickwinkel betrachte.
Vor allem fand ich die Erfahrung, sich in einem Rollstuhl fortzubewegen, hilfreich. Erst da konnte man verstehen und selbst erleben, wie schwierig die Fortbewegung in der Umwelt sein kann, selbst beim Passieren einer Tür.
Des Weiteren hat man durch die Themen einen tieferen Einblick in die Probleme bekommen, vor denen ältere aber auch behinderte Menschen stehen können. Die Auseinandersetzung mit der Thematik hat auch zum Nachdenken angeregt, aber auch gezeigt, welche Hilfsmittel und Geräte es schon auf dem Markt gibt. Und eines ist sicher, der Maschinenbau ist auch in diesem Bereich nicht wegzudenken!
In meinen Augen ist dieses Projekt eine Erfahrung wert, da es einem in diesem Bereich die Augen öffnet. Ich kann es nur jedem empfehlen daran teilzunehmen und sich mit seinen Ideen einzubringen. Hätte ich noch mal die Möglichkeit dazu, würde ich es wieder machen!

Daniel Waser: Das Projekt war eine tolle Erfahrung für mich und gab mir Einblicke in Themen, mit denen ich mich vorher nicht auseinander gesetzt hatte. Durch die Möglichkeit, sich in Situationen zu versetzen, die mir völlig fremd waren, wie beispielsweise das Austprobieren eines Rollstuhls im Alltag, half es mir, die Projekte in einem anderen Blickwinkel zu betrachten und anzugehen. In diesen zwei Wochen IP konnte ich durch die Arbeit mit internationalen Studierenden mein Englisch und meine Teamfähigkeit verbessern. Ich hatte eine Menge Spaß sowohl während dem sehr gut geplanten Programm als auch bei den selbst organisierten Freizeitaktivitäten. 

Franziska Grzybek: Das Projekt war hervorragend organisiert. Das Verhältnis von Vorlesungen, eigenständigem Arbeiten in der internationalen Gruppe und Freizeitaktivitäten war gut ausgewogen. Wider Erwarten war die größte Herausforderung nicht etwa die internationale, sondern die interdisziplinäre Verständigung. Es war nicht immer leicht verschiedene Arbeits- und Denkweisen im Team in Einklang zu bringen, aber durchaus lehrreich. Die Wichtigkeit des Themas Benutzerfreundlichkeit ist mir durch das Projekt besonders deutlich geworden und wird mich wohl weiter beschäftigen. Alles in allem hat mir das IP sehr viel Spaß gemacht und war ein einmaliges Erlebnis.

Fakultät Maschinenbau mit neuer Präzision

Prof. Horn, Herr Wieler (Zeiss) und Prof. Fischer bei der Übergabe der Messmaschine

Ein Großgeräteantrag der Maschinenbau-Professoren A. Horn, G. Fischer und U. Walter sowie die positive Begutachtung bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ermöglichte die Beschaffung einer hochwertigen Multisensor-Koordinatenmess-maschine der Fa. Carl Zeiss AG (Oberkochen) vom Typ ACCURA II durch die Hochschule Esslingen.
Die DFG-Gutachter überzeugte vor allem die integrierende Bedeutung der Beschaffung einer praxisnahen Fertigungsmess-technik für das Maschinenbaustudium: Studierende erhalten hier ein Gefühl für die Bedeutung von Toleranzen in der Konstruktion, deren Konsequenzen für die Fertigung und ihre Überprüfung in der Qualitätssicherung.
Um eine möglichst große Bandbreite an Messaufgaben in Lehre und Forschung abdecken zu können, ist die Messmaschine mit unterschiedlichen Tastsystemen ausgestattet: Die taktile Messtechnik kann sowohl tastend mit einem Drehschwenkgelenk als auch messend mit einem hochgenauen Scanningkopf eingesetzt werden. Außerdem können Werkstücke berührungslos optisch mit Kameratechnik in Kombination mit Auflicht- oder Durchlichtbeleuchtung vermessen werden.
Die Messmaschine hat ein Messvolumen von 900 x 1400 x 800 mm bei einer Grundge-nauigkeit von 1,66 μm. Sie ist zentral zugänglich für alle Maschinenbau-Labore im Raum S9.015 aufgestellt, der für diesen Zweck mit einer Klimaanlage ausgestattet wurde.
Die Carl-Zeiss AG, insbesondere deren Gebietsvertreter Herr Wieler (seit kurzem Geschäfts-führer der Carl Zeiss 3D Metrology Services GmbH in Ostfildern-Nellingen), hat die Beantragung und Beschaffung tatkräftig unterstützt durch eine großzügige zusätzliche Ausstattung der Messmaschine mit kompletten Softwarepaketen zur Programmierung, Messdatenauswertung und Offline-Simulation. Studierende können damit offline ein Messprogramm aus ihren mit ProEngineer konstruierten 3D-Teile erstellen, offline den Messvorgang simulieren und auf Kollisionsfreiheit überprüfen und dann auf der Koordinatenmessmaschine die eigentliche Messung durchführen. Eine Einbindung dieser neuen Möglichkeiten in das Maschinenbaustudium soll noch im laufenden Sommersemester 2011 im Rahmen von studentischen Projekten erfolgen.
Die Schulung der umfangreichen Softwarepakete und Messmaschinenfunktionen erfolgt bei der Carl Zeiss 3D Metrology Services GmbH, mit der sich eine enge Zusammenarbeit anbahnt.

Labor Kunststofftechnik mit modernisierter Zugprüfmaschine

Seit dem Beginn des Sommersemesters 2011 ist im Labor Kunststofftechnik der Fakultät Maschinenbau eine modernisierte Universal-Prüfmaschine der Fa. Zwick, Ulm mit einer max. Zug-/Druckkraft von 10 kN im Einsatz. Durch die Verwendung neuer Servomotoren in Verbindung mit neuen Softwarepaketen konnte die bereits 25 Jahre alte, mechanisch aber noch hochwertige Maschine auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. Auch anspruchsvolle Prüfungen, wie z.B. Hysteresefahrten oder Biegewechseltests sind nun möglich.
Die Finanzierung dieser Maßnahme wurde zu 50 Prozent durch die Studiengebühren des Fachbereichs Maschinenbaus ermöglicht.

Kurzbericht Türkeireise vom 16.-23.02.2011

Profs. Rottenkolber (FZ), Greuling (MB), Uyar (Dokuz Eylül Universität Izmir), Haag (FZ), Schmid (FZ)

Prof. Dr.-Ing. Steffen Greuling

Vom 16. bis 23. Februar war eine Delegation von Professoren der Fakultäten Maschinenbau (MB) und Fahrzeugtechnik (FZ) der Hochschule Esslingen auf Dienstreise in der Türkei. Dabei standen Besuche an zwei Universitäten sowie bei Mercedes-Benz Aksaray auf dem Programm.
An der Dokuz Eylül Universität (DEU), einer von neun staatlichen bzw. privaten Universitäten in Izmir, fanden Gespräche mit den Professoren Uyar, Demirsoy (Abteilungsleiterin Maschinenbau) und Yalcin (Dekan Ingenieurwissenschaften) statt. Hierbei ging es um den Ausbau der bereits bestehenden Kooperationen. Prof. Czarnetzki von der Fakultät Maschinenbau hält seit einiger Zeit Vorlesungen an der DEU, Prof. Rottenkolber (FZ) ist Zweitgutachter im Rahmen eines Promotionsverfahrens unter Leitung von Prof. Uyar.
Die nächste Station der Reise war ein Besuch des Mercedes-Benz Türk Werks in Aksaray, für das ein Energiekonzept entwickelt werden soll. Auftakt hierzu bildet eine Bachelorarbeit, die im Sommersemester 2011 in Aksaray durchgeführt wird.

Zum Abschluss der Reise folgte ein Besuch der Hacettepe Universität in Ankara, mit der eine ERASMUS-Kooperation besteht. Die Gesprächspartner hier waren Prof. Köksal (Abteilungs-leiter Maschinenbau), Prof. Yildirim (ERASMUS-Koordinator),  Prof. Kaptan (Dekan Ingenieurwissenschaften) und Prof. Gecim (stellv. Rektor der Universität). Ziel ist die Etablierung eines Studierenden- und möglicherweise auch eines Dozentenaustauschs. Für die Studierenden ist der Start für das Wintersemester 2011 geplant, bei den Dozenten wird Prof. Yildirim im Mai 2011 im Rahmen der Anwendung Bauteilsicherheit Vorlesungen über Bruchmechanik halten.
Bei dem Besuch der beiden Universitäten war entgegengebrachte Gastfreundschaft auffallend. Die Ausbildungsstruktur hat offensichtlich aber ihren Schwerpunkt in der Vermittlung theoretischer Kenntnisse, wobei ein Großteil der Dozenten an Universitäten in Nordamerika promoviert hat. Die Laborausstattung ist nicht mit der sehr guten Ausstattung der Labore in der Fakultät Maschinenbau der Hochschule Esslingen vergleichbar.
Bislang haben die meisten internationalen Konzerne in der Türkei, in der ca. 50% der Bevölkerung im Alter von unter 28 Jahren ist, nur Produktions- nicht aber Entwicklungs-standorte. Vor diesem Hintergrund ist der Arbeitsmarkt der an den besuchten Universitäten ausgebildeten Ingenieurinnen und Ingenieure vermutlich eher im Ausland zu finden.

Für Rückfragen stehen Prof. Czarnetzki und Prof. Greuling gerne zur Verfügung.

Dr.-Ing. Ralph Schmidt zum Professor berufen

Prof. Dr.-Ing. Ralph Schmidt

Die Fakultät Maschinenbau freut sich über die Berufung von Dr.-Ing. Ralph Schmidt zum Professor für die Lehrgebiete Automatisierungs-, Regelungs- und Messtechnik sowie Elektrotechnik.
Zum 01.03.2011 hat Dr.-Ing. Ralph Schmidt den Ruf der Hochschule Esslingen angenommen und steht der Fakultät Maschinenbau damit bereits im Sommersemester 2011 zur Verfügung. Der Fakultät ist es damit gelungen, einen anerkannten Fachmann aus dem Bereich der Automatisierungs-, Regelungs- und Messtechnik zu gewinnen und ihre Kompetenz in diesen Feldern weiter auszubauen.
Prof. Schmidt (Jahrgang 1967) hat an der Universität Stuttgart Elektrotechnik studiert und nach einer Tätigkeit als wiss. Assistent am dortigen Institut für Leistungselektronik und Regelungstechnik 1999 auf dem Gebiet der Antriebs- und Regelungstechnik promoviert. Seine industrielle Laufbahn führte ihn von der Dr. Johannes Heidenhain GmbH, Traunreut, über die Maschinenfabrik Gebr. Heller in Nürtingen zu SB LiMotive in Stuttgart.

Prof. Schmidt ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Virtueller Hörsaal

Prof. Dr.-Ing. Thomas Garbrecht

Der virtuelle Online-Hörsaal und die Bildungskonserven – Bildung für jeden, zu jeder Zeit. Dieses Forschungsprojekt studiert die Auswirkungen von Online-Vorlesungen auf Lehrende und Lernende sowie auf die Stoffvermittlung.
Online-Vorlesungen fehlt ein wichtiges Element: die Körper-sprache. Etwa 55% der Informationen werden bei einem Gespräch über Körpersprache vermittelt - nur 7% über den Inhalt.
Bei Online-Vorlesungen ist es dem Lehrenden nicht möglich, die Reaktionen der Zuhörer zu erkennen und das Tempo und die Intensität der Stoffvermittlung darauf abzustimmen. Studierende erkennen ohne den Anteil der Körpersprache nur schwer die Bedeutung der empfangenen Information.
Ein großer Vorteil von Online-Vorlesungen ist jedoch, dass sie ohne persönliche Präsenz am Ort des Vortragenden stattfinden. Sie können weiterhin als Konserve mitgeschnitten und zeitversetzt konsumiert werden.
Das Fazit aus der Pilotphase lautet: Online-Vorlesungen müssen interaktive Anteile besitzen und dialogorientiert sein. In der zweiten Phase des Forschungsprojektes geht es um den veränderten Aufbau von Vorlesungen.

Das Projekt des Maschinenbaus an der Hochschule Esslingen erhielt im April 2011 von der Bildungsstiftung des Landkreises Esslingen einen mit 3.000 € dotierten Preis.

Assistenzsysteme für Menschen mit Behinderung

Die Studenten (von li.) Jakob Schneck, Armin König und David Rauch entwickeln Assistenz-systeme für die Beschützende Werkstätte Heilbronn.

Prof. Dr.-Ing. Thomas Hörz

Für alle Beteiligten ist es ein spannendes Projekt. Die Studenten Jakob Schneck, Armin König und David Rauch entwickeln an der Fakultät Maschinenbau der Hochschule Esslingen unter Leitung von Professor Dr.-Ing. Thomas Hörz sogenannte Assistenzsysteme für die Beschützende Werkstätte Heilbronn. Das sind Vorrichtungen, mit denen die Tätigkeit der Menschen mit Behinderung eine neue Qualität bekommt. Auf der einen Seite stehen die Arbeitserleichterung und damit auch die Sicherheit. Auf der anderen Seite ist das Qualitätsmanagement ein wichtiger Faktor.

Deshalb haben sich die drei Studenten im 6. Semester Maschi-nenbau genau die Arbeitsplätze bei der Beschützenden Werkstätte in Heilbronn-Böckingen angesehen. Jede Handbewegung bei der Fertigung eines Artikels zum Beispiel für die Audi AG wurde vom Wareneingang bis zur Montage betrachtet. Mit ihrem an der Hochschule gelernten Fachwissen haben sie dann im Sinne der Fertigungsoptimierung neue Vorrichtungen entwickelt. Ziel war es, die manuelle Arbeit in der Werkstätte für den einzelnen Mitarbeiter mit Behinderung qualitativ sicherer zu machen und gleichzeitig den Qualitätsansprüchen der Auftraggeber gerecht zu werden. 

Bei der Präsentation in Heilbronn-Böckingen waren die Partner höchst zufrieden. Die Studenten: „Das ist ein interessantes Projekt mit praktischem Hintergrund. Wir sind mit unseren Ergebnissen sehr zufrieden.“ Bereichsleiter Alfred Grimm von der Beschützenden Werkstätte: „Wir bleiben am technischen Fortschritt und setzen ihn in der Werkstatt um.“ Dipl.-Ing. Ingo Rust, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Esslingen: „Für uns ist es wichtig, dass wir unsere Ideen auch praktisch anwenden können.“ Das ist im Falle der Kooperation Esslingen-Heilbronn gegeben. Die neuen Assistenzsysteme sollen im Herbst in die praktische Erprobungsphase gehen. Auch an eine Übertragung der Erkenntnisse an die weiteren Standorte der Beschützenden Werkstätte in der Region Heilbronn-Franken ist gedacht.

Schon wird an einem Netzwerk gearbeitet: Die Esslinger Wissenschaftler entwickeln die Assistenzsysteme, die Fa. Schnaithmann, Systemlieferant in der Automatisierungstechnik im Remstal baut sie, die Beschützende Werkstätte Heilbronn stellt ihr Know How zur Verfügung und bietet Möglichkeiten für die praktische Anwendung. So kommen Wissenschaft, Maschinenbau, Anwender und Sozialwesen ideal zusammen. Alfred Grimm: „Wir haben großes Interesse und leisten gerne unseren Beitrag.“

(Bildquelle: Beschützende Werkstätten Heilbronn, 2011)

Kooperation in der Metallografie

Laborleiter Prof. Dr. Wolfgang Weise und Herr Hermann Schöll, Gebietsleitung Südwest Buehler GmbH, in den neu gestalteten Räumen

Seit 01.01.2011 betreibt das Labor für Werkstoff- und Festigkeitsprüfung (LWF) zusammen mit der Buehler GmbH Düsseldorf ein gemeinschaftliches Demo-Labor zum Thema Herstellung und Interpretation metallografischer Schliffe.
Das Thema Metallografie stellt schon immer einen Schwerpunkt der Aktivitäten im Labor für Werkstoff- und Festigkeitsprüfung (LWF) der Fakultät Maschinenbau dar. Die entsprechenden Einrichtungen zur Herstellung und Untersuchung von Schliffen vor allem metallischer Werkstoffe sind seit 1998 im 1. Stock von Gebäude 10 untergebracht. Im Zuge einer dringend erforderlichen Modernisierung der Einrichtungen wurde zwischen dem LWF und der Firma Buehler GmbH eine Vereinbarung zum Aufbau eines gemeinschaftlichen Demo-Labors getroffen. Buehler ist im Bereich von Maschinen und Verbrauchsmitteln zur Herstellung materialografischer Schliffe Marktführer in Deutschland.
Damit steht den Studierenden, aber auch Partnern im Technologietransfer, in neu gestalteten Räumen ein breites Spektrum an Trennschneidern, Einbetteinrichtungen, Schleif- und Poliermaschinen zur Verfügung. Buehler nutzt das Labor für Kundenberatung und Kundenschulung zur Probenpräparation.
„Damit können wir Studierenden unserer Bachelor- und Master-Studiengänge kostenneutral den aktuellen Stand der Technik in der Metallografie bieten“, sagt der Leiter des LWF, Prof. Dr. Wolfgang Weise. „Aus Haushaltsmitteln wäre so etwas undenkbar. Diese Kooperation ist ein schönes Beispiel für die enge Zusammenarbeit der Hochschule Esslingen mit ihren industriellen Partnern und eine typische Win-Win-Situation“.