Esslinger Maschinenbaustudenten zurück von „Deutschlands Tor zur Welt“

Die Exkursionsteilnehmer

In diesem Semester führte in der letzten Aprilwoche die fünftägige Exkursion der Esslinger Maschinenbauer in die norddeutsche Tiefebene. Ziel der Studierenden, die sich im 6. Semester bereits kurz vor dem Abschluss ihres Bachelorstudiums befinden, war die Freie und Hansestadt Hamburg, „Deutschlands Tor zur Welt“.

Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Alexander Friedrich und Prof. Dr.-Ing. Andreas Fritz gab es ein umfangreiches Besuchsprogramm, das die Bandbreite des Maschinenbaus verdeutlichen sollte. Schließlich wird laut Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) ca. 80% des bundesdeutschen Bruttosozialproduktes durch den Maschinenbau und zugeordnete Bereiche erwirtschaftet.

Dort in Hamburg, fernab von all der Autoindustrie und den Unternehmen der Werkzeugmaschinenindustrie, die man hier im Großraum Esslingen antrifft, führte die Reise zu Betrieben der Luftfahrt wie Airbus und Lufthansa oder zum renommierten Unternehmen Jungheinrich, das schon seit vielen Jahren Gabelstapler für verschiedene Einsatzgebiete herstellt.

Die besuchten Unternehmen zeigten, dass der Maschinenbau in sehr vielen Bereichen seine Anwendung findet und dass sich durch diese Berufswahl ein sehr großes Spektrum unterschiedlicher zukünftiger Beschäftigungsmöglichkeiten eröffnet.

Als Beispiel für Maßnahmen der präventiven und korrektiven Wartung im Sondermaschinenbau besichtigten wir das ICE Bahnbetriebswerk Hamburg-Eidelstedt und lauschten interessiert den Ausführungen eines pensionierten Mitarbeiters, der berichtete, dass Elektromobilität in Form einer batteriebetriebenen Lokomotive bereits 1850 als Sondermaschine patentiert war. Und wie aufregend war es, im Fahrerstand eines aufgerüsteten, also abfahrtbereiten ICE zu stehen!

Besonders beeindruckend war der Besuch bei Airbus. Dort war zu sehen, dass Maschinenbau nicht nur im kleinen, sondern auch im ganz großen Stil funktioniert. Der Airbus A380 ist ein Flugzeug von beeindruckender Größe, groß wie eine Kathedrale und ausgerüstet mit einer unglaublichen Menge an technischen Raffinessen. In allen Bereichen konnte die Arbeit von Maschinenbau-Ingenieuren gefunden werden.

Auch in der Holsten Brauerei war der maschinenbautechnische Einfluss beim Brauen des Bieres unverkennbar. Hier wurde deutlich, wozu Fördertechnik dient und wieso wir die „Kesselformel“ gelernt haben.

Die Exkursion nach Hamburg dürfte allen Esslinger Maschinenbaustudenten den Blick in die Welt geöffnet haben. Die Reise war eine prägende Erfahrung, die uns Studierende auch durch die gemeinsame Abendgestaltung zusammengeschweißt hat. So waren wir uns bei unserem Abschlussessen im Edelcurry (laut Hamburger Morgenpost „Beste Currywurst Deutschlands“!) alle einig: Hätten wir die Chance dazu, wir würden diese Woche gerne wiederholen.

Pia Peters, MBB6