Digitalisierung in der Kunststofftechnik

Intensive Diskussion beim Praxisseminar

Ende Januar fand an der Hochschule Esslingen im Labor für Kunststofftechnik (LKT) der Fakultät Maschinenbau ein  Praxisseminar über den digitalisierten Freigabeprozess bei Kunststoff-formteilen und –werkzeugen unter reger Teilnahme der Industrie statt.
Gemeinsam mit der Carl Zeiss AG, Oberkochen, stellte das LKT-Team den Industrievertretern einen optimierten Freigabeprozess von Formteilen und Werkzeugen mittels Punktewolkentechnologie vor, der anhand konkreter Anwendungen diskutiert wurde.
„Auch die Kunststofftechnik steht heute im Zeichen von Digitalisierung und Industrie 4.0 und hat damit eine wesentliche Bedeutung für unsere zukünftige Wettbewerbsfähigkeit“, sagt Peter Höhnle, der Leiter des Bereiches Automobil der bomo trendline Technik GmbH aus Hardt.  
In der Kunststofftechnik schreitet die Digitalisierung rasant voran und tangiert alle Prozessschritte in der Wertschöpfungskette. Die Nutzung der modernen verfügbaren Methoden wie optische und computertomografische Messverfahren sowie die Verarbeitung der Daten mittels Reverse Engineering im Entwicklungsprozess bis hin zur Produktion und Qualitätssicherung waren intensiv diskutierte Themenbereiche.
„Diese Thematik wird zukünftig einen Schwerpunkt in der Lehre im Bereich Kunststofftechnik der Fakultät Maschinenbau bilden - in enger Abstimmung mit der praktischen Anwendung bei mittelständischen Firmen der Region“, versprach Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Guth, Leiter des Labors Kunststofftechnik unserer Hochschule.
Die wesentlichen Vorteile der in den letzten Monaten am LKT entwickelten und getesteten Vorgehensweise sind:
-    kürzere Freigabezeiten
-    Reduzierung von Rekursionsschleifen
-    verbesserte Qualitätssicherung
-    bessere Transparenz im Korrekturprozess und
-    Steigerung der Korrekturqualität