Chronik der Fakultät Informationstechnik der Hochschule Esslingen

Die Fakultät Informationstechnik - früher Fachbereich Informationstechnik - entstand 1996 durch den Zusammenschluss der beiden Fachbereiche Nachrichtentechnik und Technische Informatik. Das Ziel dieser Fusion war die gemeinsame Nutzung gegenseitiger Stärken sowie das organisatorische Nachvollziehen einer seit Jahrzehnten bestehenden eng verzahnten und erfolgreichen Zusammenarbeit beider Fachbereiche.

Entwicklung der Fachbereiche Nachrichtentechnik und Technische Informatik im Einzelnen

Nachrichtentechnik      1993
Nachrichtentechnik1993

Der Fachbereich Nachrichtentechnik ging aus der 1927 gegründeten Abteilung für Elektrotechnik der Staatlichen Ingenieurschule Esslingen hervor. Im Wintersemester 1949/50 wurde erstmals ein erstes Semester nur für Studenten der Nachrichtentechnik eingeführt. Im Jahr 1963 entstand aus der Abteilung Elektrotechnik die eigenständige Abteilung Nachrichtentechnik.


In den 70er Jahren führte die Abteilung Nachrichtentechnik zwei wegweisende Studienmodelle zur Reform der Ingenieurausbildung durch. Beide Modelle beeinflussten später die Konzeption der Fachhochschule nachhaltig. Im Jahr 1971 erfolgte die Umwandlung der Staatlichen Ingenieurschulen in Fachhochschulen. Von nun ab ersetzte der neue Begriff Fachhochschule die überkommene Bezeichnung Abteilung. An die Stelle des Studienmodells "Hochschulstudium Nachrichtentechnik" (damals auch als Hochschulzug bezeichnet) trat 1975 der Fachhochschul-Studiengang Nachrichtentechnik.

Technische Informatik
1993
Technische Informatik1993

Dem Übergang der Staatlichen Ingenieurschule in eine Fachhochschule im Jahre 1971 entsprang auch die Gründung des Fachbereichs Technische Informatik. Die neuen Erfordernisse der Industrie in den Bereichen der Datenverarbeitung sowie der Regelungs- und Steuerungstechnik und der Mikroelektronik erzwangen diese Neugründung regelrecht.

Beide Fachbereiche einigten sich für ihre Studiengänge Nachrichtentechnik und Technische Informatik auf ein gleiches Grundstudium (Semester 1 bis Semester 4). Die fachspezifische Spezialisierung erfolgte im Hauptstudium (Semester 5 bis Semester 8). Von Anfang an kooperierten beide Fachbereiche sehr eng in der Lehre.


Die Verlegung der beiden Fachbereiche Nachrichtentechnik und Technische Informatik vom Standort Stadtmitte zum Standort Flandernstraße im September 1985 ermöglichte beiden Fachbereichen eine räumliche Ausweitung. Beide Fachbereiche erhielten eine sehr gute und moderne Laborausstattung. Durch die enge Zusammenarbeit beider Fachbereiche war es möglich, das sich stark entwickelnde Gebiet der Informationstechnik in seiner vollen Gesamtheit auch in kompetenter Weise zu vertreten.


Bedingt durch die rasche Weiterentwicklung der Basistechnologien wie etwa in der Mikroelektronik, Optoelektronik, Rechner- und Softwaretechnik, erfährt die Informationstechnik in den darauf folgenden Jahren eine enorme Aufwärtsentwicklung. Gleichzeitig entstehen neuartige Anwendungen, wie beispielsweise die Mobilkommunikation oder die Medientechnik, die heutzutage eine wichtige Rolle spielen.

Nachrichtentechnik und Technische Informatik fusionieren zur Informationstechnik

Als konsequente Reaktion auf die fortschreitende Innovation in der Informationstechnik fusionieren 1996 die Fachbereiche Nachrichtentechnik und Technische Informatik zum Fachbereich Informationstechnik. Mit der Gründung des Fachbereichs Informationstechnik wird 1996 der auch Studiengang Softwaretechnik ins Leben gerufen.


Die Globalisierung und Internationalisierung veranlassen die Fachhochschule im Jahr 1999 mehrere internationale, englischsprachige Masterstudiengänge einzuführen. Der Fachbereich Informationstechnik installiert in Kooperation mit dem Fachbereich Mechatronik das englischsprachige Masterprogramm Information Technology and Automation Systems, der vom Fachbereich Graduate School organisiert wird.


Der kontinuierliche Wandel auf dem Gebiet Informationstechnik veranlasst den Fachbereich Informationstechnik zur Aktualisierung der Bezeichnung der beiden Studiengänge Nachrichtentechnik und Softwaretechnik. Im Jahr 2000 wird der Studiengang Nachrichtentechnik umbenannt in Studiengang Kommunikationstechnik. Der sich schnell ausweitenden Multimedia-Technologie trägt die Umbenennung des Studiengangs Softwaretechnik in Softwaretechnik und Medieninformatik Rechnung.


Als Folge des europaweit injizierten Bologna-Prozesses werden im Jahr 2005 alle Diplom-Studiengänge durch Bachelor-Studiengänge abgelöst. Der akademische Abschlussgrad Diplom-Ingenieur (FH) weicht dem internationalen Abschlussgrad Bachelor of Engineering. Mit diesem Schritt verbunden ist eine vollständige Überarbeitung und Modularisierung des Curriculums. Im Zuge dieser Reform wechselt die Bezeichnung Fachbereich in Fakultät und die Bezeichnung Fachbereichsleitung in Fakultätsvorstand.

Informations-
technik 2006
Informationstechnik2006

Die Fakultät Informationstechnik trägt heute die Verantwortung für die drei Bachelor-Studiengänge Wirtschaftsinformatik, Technische Information sowie Softwaretechnik und Medieninformatik. Ein erfolgreicher Studienabschluss in einem der renommierten Studiengänge ist die beste Garantie für eine berufliche Karriere.

Der Fakultät Informationstechnik gehören heute 25 Professoren, mehr als 20 Ingenieure, 4 Meister und 2 Sekretärinnen an. Die Leitungsfunktionen werden gebildet aus Dekan, Prodekan, Studiendekan sowie die den drei Studiengangleitern.

Die Fakultät Informationstechnik genießt heute ein hohes Ansehen in der gesamten Hochschullandschaft und in der Industrie. Die sehr guten Ergebnisse bei Rankings in den vergangenen Jahre bestätigen das hervorragende Renommee der Studiengänge der Fakultät Informationstechnik.

Die Fakultät Informationstechnik bildet zurzeit mehr als 600 Studierende zu nachgefragten und qualifizierten Ingenieuren aus.