Fraunhofer Anwendungszentrum an der Hochschule Esslingen

Das erste Fraunhofer Anwendungszentrum in Baden-Württemberg ist im September 2012 an der Hochschule Esslingen in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) unter dem Namen KEIM - Kompetenzzentrum für energetische und informationstechnische Mobilitätsschnittstellen - eröffnet worden.

Zentrales Innovationsfeld des KEIM ist die Entwicklung und Gestaltung von energetischen und informationstechnischen Mobilitätsschnittstellen. Informationen, wie beispielsweise Verkehrsdaten, Identifizierungsdaten, Präferenzen und Abrechnungsdaten müssen zwischen den Nutzern, den Fahrzeugen, den Mobilitätsanbietern und der Infrastruktur ausgetauscht werden. Sie bedürfen außerdem einer Auswertung und Interpretation. Energie in Form von Elektrizität muss vom Energienetz, dem Haus, der Pufferbatterie oder aus anderen Quellen in das Fahrzeug geleitet und dem Vehicle-to-Grid Prinzip folgend auch wieder zurück transferiert werden.

Ziel des KEIM ist die Erforschung und Entwicklung dieser Mobilitätsschnittstellen mit einem starken Anwendungsbezug. Insbesondere mittelständische Unternehmen sollen befähigt werden, innovative Produkte in diesem Innovationsfeld anzubieten.

Weiterhin soll diese Forschung eng mit der Lehre an der Hochschule Esslingen verknüpft werden, was für die Studierenden zusätzliche Möglichkeiten bis hin zur Promotion an der Universität Stuttgart eröffnet.

Aktuell bearbeiten sechs wissenschaftliche und zwölf studentische Mitarbeiter unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Andreas Rößler Projekte im Bereich des Lade- und Lastmanagement, der vernetzten Sensorik und der strategischen Flottenplanung.

Vision

Die Vision des KEIM ist die gemeinschaftliche Nutzung elektromobiler Mobilitätsressourcen im urbanen Raum. Mobilität soll dann verfügbar sein, wenn sie benötigt wird. Dies umfasst sowohl Fahrzeuge als auch Daten und Infrastruktur. Die Wissenschaftler im Fraunhofer-Anwendungszentrum KEIM werden die Ausgestaltung der dafür notwendigen Schnittstellen erforschen und entwickeln. Dabei soll die Forschung sehr industrie- und insbesondere mittelstandsnah betrieben werden und darüber hinaus auch eng mit der Lehre an der Hochschule Esslingen verknüpft sein.