Arbeitsgebiet Karosserie-Konstruktion

  • Konzeption und Konstruktion sowie Berechnung von Karosseriebauteilen und Karosseriestrukturen.
  • Untersuchung von ganzen Karosserien oder einzelnen Komponenten am physischen und digitalen Modell.

Einrichtungen

Blick in denWorkstation-Pool
  • CAD Arbeitsplätze (CATIA V5)
  • Werkstatt- und Versuchseinrichtungen
  • Stylingbereich
  • 3D-Projektionswand (Powerwall)
  • Karosserie-Forum mit Exponatfläche für Vorlesungen und Seminare

Laborübungen: Konzeptionelle Konstruktion

Dieser Lehrbereich befasst sich vorrangig mit Entwürfen von innovativen Karosseriekonzepten und der Erstellung deren Maßkonzepte unter spezieller Berücksichtigung des Aggregate-Packages. Die Zuordnung der Arbeitsplätze zueinander ermuntert zum motivierten Lernen und Arbeiten in der Gruppe, so z.B. die Möglichkeit in Workshops diverse Konzeptentwicklungen anhand von Prinzipschnitten durchzuführen.

Laborübungen: Rechnergestützte Konstruktion

Ergonomie-untersuchungmit RAMSIS

Das Zentrum des Labors bildet der PC- und Workstation-Pool. In zwei Ausbildungsstufen lernen die Studenten den Umgang mit dem CAD-System (Computer Aided Design) CATIA V5 und im Rahmen einer Projektarbeit mit dem Vorgängersystem CATIA V4 von Dassault Systèmes, welche in der Fahrzeugindustrie Standard sind und sich insbesondere für die Darstellung komplexer Karosserieflächen bewährt haben.

Zur Betrachtung ganzheitlicher Fahrzeugkonzepte bzw. zum Aufbau umfangreicher Baugruppen steht dem Studenten das Softwaretool 4D-Navigator (CATIA V4) und der DMU-Navigator (CATIA V5) zur Verfügung, Zur Analyse von Maßkonzepten unter Berücksichtigung ergonomischer Gesichtspunkte verwendet der Student unter V4 die Ergonomiesoftware RAMSIS (Rechnergestütztes Anthropologisch- Mathematisches System zur Insassen- Simulation) der Firma Human Solutions GmbH oder unter V5 den Human-Builder.

Laborübungen: Finite Elemente Methode

Crash-Simulation(LS-Dyna)

Weiter erlernen die Studenten die Finite Elemente Methode (FEM), welche z.B. zur Festigkeits- und Steifigkeitsanalyse von Konstruktionen verwendet wird. Hierzu steht der FE- Pre- und Postprozessor Medina der T-Systems GmbH wie auch LS-PrePost von LSTC zur Verfügung. Als Solver dient die Software TP 2000 der IGF Sozietät für rein lineare Belastungen bei elastischem Werkstoffverhalten wie auch LS-Dyna (LSTC) für dynamische Beanspruchung und plastische Verformung - beispielsweise dem „Crash“.

Laborübungen: Karosserie-Versuch

Ein großzügiger Werkstattbereich bietet Arbeitsplätze und Maschinen zur Blechbearbeitung von Karosserierohbauteilen und zum Aufbau von beispielsweise Space-Frame-Karosserien. Eine Stiefelmayer 3D-Koordinaten-Messmaschine, betrieben mit Messsoftware der Firma Zeiss, dient zum Aufbau von Karosserie-Prototypen, zur taktilen und optischen Vermessung von Bauteilen und Baugruppen wie auch zum Toleranzabgleich mit dem CAD-Modell. Hier bietet sich auch die Möglichkeit zur Digitalisierung von Bauteilen und zur Rückführung ins CAD. Zur Messung der statischen Torsions- und Biegesteifigkeit von ganzen Karosserien, ist der Aufbau einer Spann- und Prüfvorrichtung für das MB Sportcoupé (C203) auf der Mess- und Aufbauplatte in Planung. Für Untersuchungen am Gesamtfahrzeug und an Karosserieaufbauten steht ferner eine Zwei-Säulen-Hebebühne zur Verfügung.

Laborübungen: Styling

Um die gestalterischen Techniken des Designprozesses und deren Hintergründe näher kennenzulernen, werden im Fach Formgestaltung einzelne Themenbereiche aus der Sicht des Designers vorgestellt und anschließend in Gruppen ausgearbeitet. Dies geschieht mittels Gestaltungstechniken wie Rendering, das Erstellen von Tapes oder Clay-Modelling. Nachdem die Formbeschreibung über die manuellen Techniken präzisiert wurde, bietet sich den Studenten die Möglichkeit der digitalen Weiterbearbeitung der Stylingsketche mit CAS (Computer Aided Styling) an. Hierfür wird das Softwaresystem Alias Studio Tools eingesetzt.

Laborübungen: Virtual Reality

Den Studenten bietet sich die Möglichkeit, ihre Konstruktions- und Stylingdaten aus CAD- und CAS-Systemen, an einer im Labor installierten Powerwall zu analysieren und zu bewerten. Die real-dreidimensionale Darstellung im Maßstab 1:1 bietet einen sehr effizienten Zugang zu den Daten und erleichtert das Verständnis bei der Diskussion konstruktionstechnischer und formspezifischer Fragestellungen.
Vergleichbare Systeme, meist als Virtual-Reality-Systeme bezeichnet, sind heute fester Bestandteil im Karosserieentwicklungsprozess aller großen Automobilunternehmen. Der Student kann im Labor Karosserie bereits Erfahrungen im Umgang mit solchen neuen Medien erlernen.

Laborübungen: Rapid Prototyping

Um schnell von digitalen Volumenmodellen zu physischen Bauteilen zu gelangen, kann der Student seine Konstruktionsdaten über einen 3D-Plotter der Firma Stratasys, Inc. im FDM-Verfahren (Fused Deposition Modeling) aus einem belastbaren ABS-Kunststoff bauen.