Erfahrungsbericht 4: Kettering University (General Motors Institut), Flint, Michigan, USA

Preise

Die Amerikaner verwenden den Dollar, wie wir den Euro. Wenn also bei uns also etwas 1€ kostet, kostet es in den USA meist 1$. Deshalb sind besonders Lebensmittel und Dinge des täglichen Lebens teurer als bei uns. Hingegen werden Fernseher, Kleidung, Autos usw. sehr billig angeboten. Besonders günstig wird es mit Coupons (z.B. zusätzlich 10% Rabatt) in den ohnehin günstigen Outlet-Centern (so eine Art Fabrikverkauf) in denen viele Markenläden untergebracht sind. Viele Läden haben eine 30-tägige Rückgabegarantie ohne Angabe von Gründen, sowie eine Preisgarantie.

Ankunft

Man sollte beachten, das der Ankunftsflughafen in den USA sich so gut wie immer außerhalb einer Stadt befindet. In den USA sind die Entfernungen nicht mit Deutschland zu vergleichen. Man sollte sich also darum kümmern, das man abgeholt wird.

Zimmersuche

Man kann in sogenannten Dorms wohnen, welches die Wohnheime der Studierenden sind. Diese sind aber nicht zu empfehlen. Sie sind mit deutschen Verhältnissen nicht zu vergleichen, abgesehen davon sind sie in der Regel auch sehr teuer (in Flint 400$ pro Monat). Meistens sind die Universitäten den Studierenden dabei behilflich in einer WG unterzukommen. Über die Preise kann man sich in der Regel bei dem Studentensekretariat bei der Auslandsuniversität erkundigen.
In Flint kostet ein Einzelzimmer in einem Haus mit weiteren Studierenden ca. 200-250$ im Monat.

Verpflegung

Man hat in die Möglichkeit in der Mensa der Hochschule zu essen (ca. 7-8$ pro Mittagessen) oder sich selber zu verpflegen. Selbstverpflegung ist wegen der Angebote der Schnellimbissketten (z.B. 2 Big Mac für 1$) meist die günstigere Alternative.

Fortbewegung

In den USA ist man dringend auf ein Auto angewiesen, da die öffentlichen Verkehrsmittel sehr unzuverlässig und schlecht ausgebaut sind. Man kann sich selber ein Auto kaufen, oder mit anderen Mitstudenten zusammen. Die Kosten dafür sind sehr billig. Ersatzteile für (amerikanische) Autos sind sehr günstig. So kostete etwa ein Anlasser 35$ oder ein kompletter Ölwechsel mit Filter in der Werkstatt 10$. Benzin ist ebenfalls sehr billig. Man kann sagen, daß man für die Gallone so viel zahlt, wie in Deutschland für einen Liter.

Führerschein

Es ist sehr empfehlenswert, sich einen amerikanischen Führerschein ausstellen zu lassen, da der Führerschein in den USA gleichzeitig auch als ID (Personalausweis) gilt. In den meisten Bundesstaaten gibt es Kooperationsverträge mit Deutschland, d.h. man braucht nur mit dem deutschen Führerschein auf die Führerscheinstelle zu gehen und bekommt einen Amerikanischen.
In Flint mußte man dafür ca. 12$ zahlen, dafür bekam man dann nach dem Sehtest den Führerschein ausgehändigt. Das Paßbild dafür wurde gleich direkt in der Führerscheinstelle gemacht.

Tip

Wenn man in den USA den Motorradführerschein macht, spart man dadurch, trotz Nachprüfung in Deutschland, ca. 600 €. Allerdings ist ein Mindestaufenthalt in den USA von 185 Tagen Voraussetzung. Um die Übersetzungskosten in Deutschland zu sparen, sollte man sich in den USA dann gleich den internationalen Führerschein ausstellen lassen. Genaue Auskünfte zu unterschiedlichen Regelungen mit den einzelnen Bundesstaaten erteilt das Landratsamt.

Fortgehen

In den USA darf man, bevor man 21 Jahre alt ist, keinen Alkohol zu sich nehmen. In viele Kneipen und Bars ist daher der Einlaß erst ab 21 erlaubt. Dieses wird auch streng kontrolliert (ID vorzeigen). Es ist zwar von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden, aber die meisten Bars, Clubs und Discos machen schon um 2:00 Uhr a.m. zu (Sperrstunde).