Angewandte Oberflächen- und Materialwissenschaften, OMM

Kernkompotenzen - Zukunftstechnologien

Die Studieninhalte orientieren sich an den grundlegenden aktuellen Entwicklungen der Industrie:

  • Der wirtschaftliche Erfolg in Europa beruht zunehmend auf Hochtechnologie-Produkten. Besonders die Funktion der Oberfläche (Schutz, Schmutzaufnahme, Reinigungsfähigkeit, Haptik, Gleiteigenschaften) und ihr Erscheinungsbild - die Appearance - werden hierbei immer wichtiger.
  • Mit Hilfe innovativer Materialien, z.B. auf Basis von Nanopartikeln, ist es nun möglich, Schichten mit erheblichem Mehrwert bzw. Zusatzfunktionen zu realisieren, z.B. die Selbstheilung, die Selbstreinigung oder Kombinationsschichten als Ersatz vieler einzelner Schichten. Allerdings sind hier sowohl die Produktions- als auch die Applikationsprozesse anzupassen.
  • Die in der Vergangenheit vorhandene starke Trennung zwischen den organischen Beschichtungen bzw. Beschichtungsverfahren (Lackierung) und den Verfahren zum Aufbringen von metallischen Überzügen, z.B. Galvanisieren, PVD oder CVD wird mehr und mehr verschwinden. Dafür werden auch die entsprechend umfassend ausgebildeten Ingenieure benötigt, die derzeit noch nicht verfügbar sind.
  • Es ist ein verstärktes gesamtheitliches Denken erforderlich, d.h. eine erfolgreiche Beschichtung benötigt ein abgestimmtes Vorgehen auf den Gebieten Materialentwicklung, Beschichtungsprozess und Untergrundeigenschaften (Vorbehandlung). Dabei ist der Beschichtungsprozess als integraler Bestandteil der gesamten Produktionskette zu verstehen und entsprechend einzupassen.

Das Studium verbindet daher die beiden Wissensgebiete Materialien und ihre Eigenschaften und Grenzflächen- und Oberflächentechnologie. Das Know-how der Lacktechnologie, das von der Chemie und Physik der Kolloide (Größenbereich 1nm bis 1 µm -heute modern „Nanotechnologie“) und Grenzflächen bis hin zur Verfahrenstechnik reicht, wird verbunden mit dem Wissen der Materialtechnologie sowie anorganischer und metallischer Schichten, um neue Materialien, Verbundwerkstoffe und ganze Bauteile mit maßgeschneiderten Oberflächeneigenschaften entwickeln zu können.
Neben speziellem Fachwissen erlernen Sie interdisziplinäre Arbeitsweise, wissenschaftliches Denken und Verständnis für komplexe Zusammenhänge. In hochmodernen, bestausgestatteten Laborräumen wird Ihnen das notwendige praktische Wissen vermittelt und die Theorie auf praktische Fragestellungen angewendet. Produktmanagement, Innovationsmanagement und Unternehmensführung sind ebenfalls wichtiger Studienbestandteil.

Führungskompotenzen

Kenntnisse des Produkt- und Innovationsmangements und der Unternehmensführung bereiten Sie auf Führungspositionen vor. Die Interdisziplinarität des Studiums eröffnet außerdem Ihren Einsatz als Bindeglied eines interdisziplinären Teams, in dem Betriebswirte, Maschinenbauer, Elektroingenieure, Physiker, Designer etc. bei der Entwicklung neuer Produkte zusammenarbeiten.