Angewandte Oberflächen- und Materialwissenschaften (OMM)

Das Sommer-Studiensemester findet an der Hochschule Aalen, das Wintersemester an der Hochschule Esslingen statt. Das Studium kann sowohl im Winter- als im Sommersemester aufgenommen werden.

Der Antrag auf Zulassung ist

  • für das Sommersemester bis zum 31. Januar,
  • für das Wintersemester bis zum 15. Juli

auf den amtlichen hochschuleigenen Vordrucken bei der Fakultät AN zu stellen. Genauere Informationen sowie den Zulassungsantrag finden Sie links unter "Hinweise zum Bewerbungsverfahren" und "Zulassungsantrag" .

Alle Unterlagen müssen in Papierform spätestens am Ende der Bewerbungsfrist dem Sekretariat der Fakultät "Angewandte Naturwissenschaften" der Hochschule Esslingen vorliegen. Anfragen richten Sie bitte an chemieinfo(at)hs-esslingen.de oder Telefon 0711-397-3501 (Montags bis Freitags von 9:00 bis 12:00 Uhr).

Ein Antrag auf Zulassung kann auch gestellt werden, wenn das Abschlusszeugnis und gegebenenfalls weitere Unterlagen eines ersten Hochschulstudiums noch nicht vorliegen, dieses Studium aber voraussichtlich rechtzeitig beendet sein wird. In solchen Fällen sind fehlende Unterlagen nachzureichen

  • für das Sommersemester bis zum 28. Februar,
  • für das Wintersemester bis zum 31. September.

KERNKOMPETENZEN - ZUKUNFTSTECHNOLOGIEN

Die Studieninhalte orientieren sich an den grundlegenden aktuellen Entwicklungen der Industrie:

  • Der wirtschaftliche Erfolg in Europa beruht zunehmend auf Hochtechnologie-Produkten. Besonders die Funktion der Oberfläche (Schutz, Schmutzaufnahme, Reinigungsfähigkeit, Haptik, Gleiteigenschaften) und ihr Erscheinungsbild - die Appearance - werden hierbei immer wichtiger.
  • Mit Hilfe innovativer Materialien, z.B. auf Basis von Nanopartikeln, ist es nun möglich, Schichten mit erheblichem Mehrwert bzw. Zusatzfunktionen zu realisieren, z.B. die Selbstheilung, die Selbstreinigung oder Kombinationsschichten als Ersatz vieler einzelner Schichten. Allerdings sind hier sowohl die Produktions- als auch die Applikationsprozesse anzupassen.
  • Die in der Vergangenheit vorhandene starke Trennung zwischen den organischen Beschichtungen bzw. Beschichtungsverfahren (Lackierung) und den Verfahren zum Aufbringen von metallischen Überzügen, z.B. Galvanisieren, PVD oder CVD wird mehr und mehr verschwinden. Dafür werden auch die entsprechend umfassend ausgebildeten Ingenieure benötigt, die derzeit noch nicht verfügbar sind.
  • Es ist ein verstärktes gesamtheitliches Denken erforderlich, d.h. eine erfolgreiche Beschichtung benötigt ein abgestimmtes Vorgehen auf den Gebieten Materialentwicklung, Beschichtungsprozess und Untergrundeigenschaften (Vorbehandlung). Dabei ist der Beschichtungsprozess als integraler Bestandteil der gesamten Produktionskette zu verstehen und entsprechend einzupassen.

Das Studium verbindet daher die beiden Wissensgebiete Materialien und ihre Eigenschaften und Grenzflächen- und Oberflächentechnologie. Das Know-how der Lacktechnologie, das von der Chemie und Physik der Kolloide (Größenbereich 1nm bis 1 µm -heute modern „Nanotechnologie“) und Grenzflächen bis hin zur Verfahrenstechnik reicht, wird verbunden mit dem Wissen der Materialtechnologie sowie anorganischer und metallischer Schichten, um neue Materialien, Verbundwerkstoffe und ganze Bauteile mit maßgeschneiderten Oberflächeneigenschaften entwickeln zu können.
Neben speziellem Fachwissen erlernen Sie interdisziplinäre Arbeitsweise, wissenschaftliches Denken und Verständnis für komplexe Zusammenhänge. In hochmodernen, bestausgestatteten Laborräumen wird Ihnen das notwendige praktische Wissen vermittelt und die Theorie auf praktische Fragestellungen angewendet. Produktmanagement, Innovationsmanagement und Unternehmensführung sind ebenfalls wichtiger Studienbestandteil.

FACHKOMPETENZ ZAHLT SICH AUS

Der Master-Studiengang eröffnet Arbeitsgebiete als Spezialist der Oberflächenveredlung in einem breiten Bereich der Industrie:

  • Chemische Industrie, insbesondere Hersteller von Beschichtungsstoffen, metallischen und keramischen Überzügen, Druckfarben, Kleb- und Dichtstoffen
  • Unternehmen, die Beschichtungen und Überzüge zur Funktionalisierung von Oberflächen anwenden, z.B. Automobil- und Flugzeugbau, Holz-, Metall- und Kunststoffverarbeitung, Elektro- und Elektronikidustrie, Bauindustrie, Verpackungsindustrie
  • Öffentlicher Dienst
  • Ingenieurbüros

FÜHRUNGSKOMPETENZEN

Kenntnisse des Produkt- und Innovationsmangements und der Unternehmensführung bereiten Sie auf Führungspositionen vor. Die Interdisziplinarität des Studiums eröffnet außerdem Ihren Einsatz als Bindeglied eines interdisziplinären Teams, in dem Betriebswirte, Maschinenbauer, Elektroingenieure, Physiker, Designer etc. bei der Entwicklung neuer Produkte zusammenarbeiten.

THEORIE UND PRAXIS GUT GEMIXT. DAS STUDIUM IM ÜBERBLICK

Das Master-Studium umfasst 3 Semester. Davon wird eines an der HS Esslingen (Wintersemester), eines an der HS Aalen (Sommersemester) absolviert.

Die Master-Arbeit wird im dritten Semester an einer der beiden Hochschulen oder einem Betrieb der Branche durchgeführt.

Das Studium kann sowohl im Winter- als auch im Sommersemester aufgenommen werden.

VORLESUNGEN, LABORE UND SEMINARE. Inhalte im Überblick

Kurzübersicht Studieninhalt

Studienvoraussetzungen

Das Studium steht Absolventen von Bachelor- oder Diplom-Studiengängen aus den Bereichen Chemie-Ingenieurwesen, Chemie, Oberflächentechnik oder Materialwissenschaften (o. ä.) offen. Die Ausbildung lässt sich unmittelbar an das Erststudium anschließen, steht aber ebenso Absolventen/innen mit Praxiserfahrung zur Höherqualifikation offen.