Porsche AG stiftet eine Professur für Fahrzeugkonzeption

Vor zwei Jahren hat die Porsche AG der Hochschule Esslingen eine Forschungsprofessur für Fahrzeugkonzeption gestiftet. Auf die neu eingerichtete Professur hat die Hochschule Esslingen Professor Dr. Alexander Müller berufen. Jetzt haben die ersten Studierenden ihren Master gemacht. Das Zwischenfazit fällt positiv aus.

Robin Böld, Prof. Müller, Prof. Wolfmaier, Dipl.-Ing. Dimitrov, Prof. Maercker (von links) im Karosserie-Labor der Fakultät Fahrzeugtechnik.

Mit einem Modell aus seinem Studium: Robin Böld hat vor einem Jahr den Masterstudiengang Fahrzeugtechnik abgeschlossen. Fotos: Hochschule

„Für die Hochschule Esslingen ist die Stiftungsprofessur der Porsche AG ein großer Erfolg, der nur aufgrund der langjährigen  und erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen den beiden Partnern möglich geworden ist. Die engen Kontakte zur Industrie sind natürlich auch in Sachen Wissenstransfer ein Gewinn. Davon profitieren unsere Studentinnen und Studenten in besonderem Maße“, sagt Hochschulrektor Prof. Dr. Christian Maercker.

„Seit mehr als 30 Jahren waren kontinuierlich immer mehr als zehn verschiedene Lehrbeauftragte aus dem Hause Porsche in der Lehre der Fakultät Fahrzeugtechnik aktiv. Die nun gestiftete W 3-Professur hebt die Zusammenarbeit nochmals auf ein anderes, wissenschaftliches Niveau und festigt die Beziehung zur Porsche AG nachhaltig“, betont Professor Christof Wolfmaier, Dekan der Fakultät Fahrzeugtechnik.

Herausforderungen für Automobilindustrie

„Der gravierende technologische Wandel in der Automobilindustrie stellt Industrie, Forschungs- und Lehreinrichtungen vor neue Herausforderungen, die nur gemeinsam bewältigt werden können“, sagt Michael Dimitrov, Leiter geförderte Forschung der Porsche AG. „Die langjährige gute Zusammenarbeit mit der Hochschule Esslingen auf dem Gebiet der Lehre hat uns bewogen, die Forschungsprofessur zu stiften. Damit untermauern wir nicht nur die hohe Ausbildungsqualität und Attraktivität der Hochschule, sondern bauen auch die Zusammenarbeit im Rahmen der Forschungskooperationen weiter aus.“

Zwei große Forschungsprojekte zu Mobilitätskonzepten im ÖPNV

Professor Müller lehrt im neuen Masterstudiengang Fahrzeugtechnik „Design for Manufacturing“. Der Begriff bezeichnet die Anpassung einer Produktidee an die Produktionsbedingungen, mit dem Ziel Personal und Kosten einzusparen. Dabei müssen Entwicklungsabteilung und Herstellung eng zusammenarbeiten und sich ständig beraten. Im Bachelorstudiengang Fahrzeugtechnik ist er unter anderem in das technische Zeichnen eingebunden.

Des Weiteren leitet Professor Müller zwei große Forschungsprojekte an der Hochschule Esslingen: Im  „Reallabor Schorndorf“ geht es darum, ein bedarfsgerechtes und digitalgestütztes Konzept für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu entwickeln. Beim bundesweiten Projekt „Ramona“ stehen ebenfalls flexible Mobilitätskonzepte für den ÖPNV im Mittelpunkt der Forschungen.

Zusammenarbeit geht weiter: Gemeinsamer Fahrsimulator im Aufbau

Die Zusammenarbeit mit der Porsche AG geht weiter: So ist derzeit ein großer Fahrsimulator in Planung, den die Porsche AG und die Hochschule Esslingen gerade gemeinsam aufbauen. Er wird voraussichtlich im Frühjahr 2018 in Betrieb gehen.

Pressefoto:

Robin Böld, Prof. Müller, Prof. Wolfmaier, Dipl.-Ing. Dimitrov, Prof. Maercker (von links) im Karosserie-Labor der Fakultät Fahrzeugtechnik.