Neue Schwerpunkte am Campus Göppingen

Mit neuen Plänen geht die Hochschule am Campus Göppingen in das Sommersemester: So steht die Gründung eines „Instituts für Technik in Gesundheit und Pflege“ an. Zudem ist der Aufbau eines neuen Masterstudiengangs geplant.

Joachim Hiller, Prof. Cseh, Prof. Würslin und Prof. Buckermann (v.l.) im Automatisierungslabor in Göppingen.

Studierende sind in Forschungsprojekten eingebunden. Fotos: Hochschule, KD Busch

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen verstärkt an der Schnittstelle zwischen Technik und Gesundheit/Pflege forschen und deshalb ein Forschungsinstitut gründen.

Leuze-Stiftung finanziert Stelle
„Der erste Schritt zum Start des Instituts ist bereits getan“, berichtet Prof. Dr. Rainer Würslin, Dekan der Fakultät Mechatronik und Elektrotechnik am Campus Göppingen. „Die Adolf-Leuze-Stiftung finanziert uns über drei Jahre die Stelle eines Forschungskoordinators“, so Würslin. Rund 195.000 Euro erhält die Hochschule insgesamt von der Stiftung, um das Institut aufzubauen, Forschungsprojekte zu identifizieren und studentische Arbeiten zu koordinieren.

„Wir haben mit diesem Thema bereits langjährige Erfahrung“, sagt Würslin. Denn Professoren und Studierende haben bereits in zahlreichen Projekten mit pflegenden und klinischen Einrichtungen im Landkreis Göppingen zusammen gearbeitet.

So sind in der Vergangenheit mit dem Christophsbad, der Wilhelmshilfe oder der Klinik im Eichert studentische Projekte und Abschlussarbeiten zustande gekommen. So konnte zum Beispiel eine Strumpfanziehhilfe für Kompressionsstrümpfe als Prototyp aufgebaut werden, der die Pflegekräfte in Heimen deutlich entlasten kann.

Neuer Masterstudiengang „Smart Factory“ geplant
Zweites großes Projekt der Hochschule am Campus Göppingen: Ein Masterstudiengang „Smart Factory – Intelligente Produktion“ ist in Planung. Ziel des neuen Angebots der beiden Fakultäten Wirtschaftsingenieurwesen sowie Mechatronik und Elektrotechnik ist es, mehr Ingenieure auf dem Gebiet Industrie 4.0 auszubilden.

In drei Semestern sollen die Masterstudierenden spezialisiertes Wissen in Ingenieurwesen, Informationstechnik und Unternehmensführung erhalten. Geplanter Start: Sommersemester 2018.

„Die Digitalisierung führt zu enormen Veränderungen in unserer Gesellschaft“, erläutert Dekan Prof. Dr. Christian Cseh von der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen. „Darauf wollen und müssen wir als Hochschule reagieren.“  

Angewandte Forschung für die Gesellschaft und die akademische Bildung
„Interdisziplinäre angewandte Forschung – sei es zu Technik in Gesundheit und Pflege oder zu Industrie 4.0 – ist wichtig für die Gesellschaft. Sie bringt aber auch die Hochschule voran, weil wir unsere Studierenden einbinden und an das wissenschaftliche Arbeiten und Forschen heranführen können“, ergänzt Prorektor Prof. Dr. Wilhelm Buckermann.

Pressefoto: Im Automatisierungslabor am Campus Göppingen. Foto: Hochschule