Frischer Wind in der Energieversorgung

Die Hochschule Esslingen arbeitet in vielen Forschungs- und Entwicklungs-Projekten daran, erneuerbare Energien besser nutzbar zu machen. Im Rahmen der landesweiten Nachhaltigkeitstage hatte das Studienzentrum für Nachhaltige Entwicklung unter der Leitung von Prof. Dr. Hermann Knaus am 3. Juni zu einem großen Symposium eingeladen.

Zum dritten Mal war die Hochschule bei den landesweiten Nachhaltigkeitstagen dabei.

Hochschulrektor Prof. Maercker begrüßte.

Auch Esslingens OB Jürgen Zieger sprach ein Grußwort.

Der Nachhaltigkeitsbeauftragte Prof. Knaus führte ein.

Dekan Prof. Fetzer und Prorektor Buckermann (v.l.).

Auch eine Ausstellung zur Windkraft gab es zu sehen. Fotos: Klaus Wolter/Christiane Rathmann

Auf dem Campus Stadtmitte diskutierten rund 70 Expertinnen und Experten aus Forschung, Industrie, Versorgungsunternehmen und Umweltverwaltung sowie viele Hochschulangehörige über das Thema Windenergie. Auch Interessierte aus Stadt und Region waren zugegen.

Als prominenter Gast kam Esslingens Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger vorbei. Er stellte in seinem Grußwort die „besondere Verbindung“ zur Hochschule heraus. So wird die Hochschule ihren Standort Flandernstraße in die Neue Weststadt verlagern, die als CO2-neutrales Stadtquartier geplant ist.

Keine Alternative zu erneuerbaren Energien
Hochschulrektor Prof. Dr. Christian Maercker erinnerte in seiner Begrüßung daran, dass sich die Hochschule bereits zum dritten Mal an der landesweiten Aktion beteilige. Und Prof. Gerhard Fetzer, Dekan der Fakultät Gebäude-Energie-Umwelt brachte das Motto der Veranstaltung auf den Punkt: „Es gibt keine Alternativen zu erneuerbaren Energien.“

In Impulsvorträgen beleuchteten Referenten die Chancen und Risiken der Windenergie in Baden-Württemberg aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Einige Aspekte wurden auch kontrovers diskutiert – so beispielsweise der Bau neuer Stromtrassen oder Konflikte mit dem Anwohner-, Natur- und Landschaftsschutz.

Akzeptanz ist enorm wichtig
Sylvia Pilarsky-Grosch vom BUND hob in diesem Zusammenhang vor allem die Bedeutung des Artenschutzes hervor. „Technisch ist alles möglich, aber die Akzeptanz in der Bevölkerung ist enorm wichtig“, sagte Prof. Dr. Po Wen Cheng von der Uni Stuttgart.

Dem Thema Akzeptanzforschung und Bürgerbeteiligung widmete sich dann auch der Vortrag von Dr. Marco Sonnberger von der Universität Stuttgart. Herrn Schäfer von der EnBW betonte die zunehmende Bedeutung der Windenergie als Geschäftsfeld und Anton Kaifel vom Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoffforschung, zeigte Möglichkeiten auf, mit Hilfe der Windenergie eine 100prozentige erneuerbare Energieversorgung zu verwirklichen.

Hochschule forscht zu Windenergie
Nicht fehlen durfte der Vortrag von Dr. Till Jenssen vom Umweltministerium des Landes Baden-Württemberg, der einen politischen Ausblick insbesondere zur Erneuerbare-Energien-Gesetzes-Novelle 2016 gab.

Die Hochschule ist bei dem Thema auch selbst sehr aktiv, wie der Nachhaltigkeitsbeauftragte Prof. Dr. Hermann Knaus erläuterte. Er hat zur Nutzung der Windenergie im hügeligen und bergigen Gelände der Schweiz geforscht. Und die Göppinger Professoren Dr. Rainer Würslin und Dr. Martin Neuburger stellten ihr neues Forschungsprojekt „Windy Cities“ vor.