Neues Memorandum of Understanding mit Universitäten in Alabama

Kürzlich wurde an der University of Alabama (UA) Tuscaloosa ein neues Memorandum of Understanding unterzeichnet.

Nach der „Signing Ceremony“ an der UA Tuscaloosa (mittlere Reihe, rechts: Prof. Balasubramanian).

Treffen mit Austauschstudenten der Hochschule Esslingen an der UA Tuscaloosa. Foto: UA Tuscaloosa

Auf amerikanischer Seite sind neben der UA Tuscaloosa die UA Birmingham, die UA Huntsville, die Auburn University und die University of South Alabama beteiligt, aus Baden-Württemberg sind es neben der Hochschule Esslingen die Hochschulen in Karlsruhe, Offenburg, Heilbronn, Aalen und Mannheim.

Alabama war früher vor allem durch die Landwirtschaft geprägt, konnte sich aber neben Detroit in den letzten Jahren als wichtiger Produktionsstandort für Automobilfirmen und deren Zulieferer im Süden der USA etablieren. Seit den 1990er Jahren besteht die Beziehung zu Baden-Württemberg inbesondere über die Ansiedlung des Stuttgarter Autobauers Mercedes-Benz und seiner Zulieferer in Vance bei Tuscaloosa und Umgebung. Daraus resultierend besteht ein großes Interesse an einer engen Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen auf beiden Seiten des Atlantiks.

Gemeinsame Lehrangebote entwickelt

Das Land Baden-Württemberg hat die bestehenden Hochschulbeziehungen aufgegriffen und 2015 unter der Leitung von Baden-Württemberg International eine Delegationsreise zu verschiedenen Partnerhochschulen durchgeführt, an der  Prof. Väterlein als Prorektor teilnahm. Die Impulse aus den Diskussionen damals wurden anschließend genutzt, um für amerikanische und deutsche Studierende gemeinsame Lehrangebote zu entwickeln.

Projekt zusammen mit Daimler

Die Hochschule Esslingen konnte sich auf eine schon seit längerer Zeit erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem College of Engineering an der UA Tuscaloosa beziehen. 2014 wurde ein Programm ins Leben gerufen, welches das Ziel verfolgt,  einzelnen Studierenden, die sich schon zu Beginn ihres Studiums einem strengen Auswahlverfahren unterziehen müssen, zu ermöglichen, ihr fünftes Semester an der Hochschule Esslingen zu verbringen und anschließend in einer Firma in der Region ein Praxissemester zu absolvieren.

Die Leitung liegt bei Prof. Dr. Bharat Balasubramanian von der UA Tuscaloosa und Dekan Prof. Wolfmaier von der Hochschule Esslingen. Federführender Kooperationspartner auf Industrieseite ist die Firma Daimler. Ziel der beteiligten Firmen ist es, amerikanische Studierende nicht nur die Ingenieurwissenschaften nahe zu bringen, sondern ihnen einen interkulturellen Hintergrund zu vermitteln, der es ihnen später ermöglicht, Leitungsaufgaben in einer deutschen Firma in den USA zu übernehmen. Nach zwei Jahren müssen sie deswegen eine Deutschprüfung bestehen, die sie zur Teilnahme an deutschsprachigen Vorlesungen in Esslingen und Göppingen qualifiziert.

Austausch mit Tuscaloosa

Im September 2017 ist die erste Gruppe Studierender aus Tuscaloosa in Esslingen eingetroffen, die federführend durch das International Office und die Fakultät Fahrzeugtechnik auf ihren Studienaufenthalt an den Fakultäten Fahrzeugtechnik, Maschinenbau, Mechatronik sowie Mechatronik und Elektrotechnik vorbereitet wurden. Im Gegenzug können Studierende der Hochschule Esslingen ihr Auslandssemester in Tuscaloosa verbringen.

Die Austauschstudenten aus Esslingen (Fakultät Fahrzeugtechnik) und Göppingen (Fakultät Mechatronik und Elektrotechnik) waren sehr zufrieden mit ihrem USA-Aufenthalt. Die Qualität der Lehrveranstaltungen ist mit der Qualität bei uns vergleichbar. Zudem genießen sie die angenehme Campusatmosphäre und die guten Serviceangebote. Die amerikanischen Studierenden wiederum schätzen die guten Industriekontakte der Hochschule Esslingen, den hohen Freizeitwert der Region und die tollen Reisemöglichkeiten in ganz Europa.

Weitere Kooperationen sind geplant

Kooperationen mit anderen Hochschulen, die ebenfalls von  Prof. Balasubramanian koordiniert werden, stehen vor der Einführung. Mit der Hochschule Offenburg wurde bereits ein gemeinsames Semester mit einem englischsprachigen Masterstudiengang im Maschinenbau vereinbart, mit Karlsruhe entsprechend mit dem Fachbereich Elektrotechnik.