Ein Laborneubau mit fünf Giebeln für die Hochschule

Die Fakultät Gebäude-Energie-Umwelt (GU) hatte am 21. September 2017 zur Einweihung ihres neuen Laborgebäudes geladen. Und es waren mehr als 200 Gäste aus Unternehmen, Verbänden, aus der Hochschule und vom Verein der Freunde der Hochschule Esslingen (VDF) gekommen.

Der Dekan der Fakultät Gebäude-Energie-Umwelt Prof. Gerhard Fetzer.

Architekt Prof. Knoche.

Gemütliches Beisammensein mit vielen Hochschulangehörigen, Alumni und Gästen. Fotos: VDF

Zahlreiche Studierende und Ehemalige waren ebenso neugierig zu erfahren, was hinter dem Merckel’schen Bad – auf dem so genannten „Knäbelareal“ – seit 2012 geplant und gebaut worden war.

Begrüßung durch den Dekan der Fakultät

Der Dekan der Fakultät GU, Prof. Gerhard Fetzer, begrüßte die Gäste und bedankte sich bei allen seinen Professoren für deren Engagement und langjähriges Argumentieren im Hinblick darauf, eines Tages ein solches Laborgebäude für die Fakultät in Betrieb nehmen zu können.

Dieser Tag war nach mehr als 15 Jahren gekommen und zuletzt ganz besonders mit der Finanzierungszusage der Hochschule verbunden. Denn von von etwa 6,8 Mio. Euro hatte die Hochschule Esslingen etwa 3,5 Mio. Euro zu schultern. Prof. Fetzer sprach von den „engen Vorgaben des Ministeriums“, von vielen „auch kritisch zu begleitenden Planungsschritten“ und von der Unterstützung des Amtes für Vermögen und Bau im Rahmen der Abnahme durch die Kollegen seiner Fakultät.

Ein Gebäude für eine praxisnahe Ausbildung

„Trotz all dem, Sie befinden sich in einem Netto-Plus-Energiegebäude, das viel Platz den etwa 500 Studierenden an der Fakultät für eine praxisnahe Ausbildung bietet“, sagte Fetzer. Man hätte in diesem Laborgebäude alles, was benötigt werden würde: Wärmeerzeuger mit Meßeinrichtungen, Brennstoffzelle, Kältetechnik, Klimakammer, Schallraum, Strömungsakustik, Prüfstand für Trinkwasserspeicher, Gebäudeautomation und Sanitärtechnik.

Danach präsentiert der Architekt, Prof. Christian Knoche. Er kam auf die „alten“ Pläne zu sprechen, die für die geplanten Baukörper noch keine Flächenoptimierung vorsahen. Erst die von seinem Büro geänderten und vielfach simulierten „neuen“ Pläne waren flächenoptimiert und würden so – in Zukunft –  den weiteren Ausbau des „Knäbelareals“ ermöglichen.

Architekt Knoche über den Bau

Dann erklärte  er  die Metallfassade des Gebäudes, erläuterte  die Anordnung der Außenfenster und kam auf die fünf Giebeln im Dach  zu sprechen. Er sprach über die Betonwänden im Gebäude und deren exakte Verarbeitung. Die „Technik im Dach“, die von der Esslinger Burg nicht zu sehen sei, wäre ein besonderer kreativer Einfall für seine Planer gewesen, so Knoche.

Prof. Ulrich Eser, der Baubeauftragte der Fakultät GU, präsentierte und erklärte die Technik des neuen Gebäudes, kam auf die unterschiedlichen Wasserkreisläufe und die Gasleitungen zu sprechen und ließ den Eisspeicher im Keller nicht unerwähnt.

"Landesweites Schaufenster"

Vor der Laborführung und einem gemütlichen Beisammensein bedankte sich der Rektor der Hochschule Esslingen, Prof. Dr. Christian Maercker, bei allen, die mitgeholfen hatten, dieses breitgefächerte und innovative Laborgebäude zu realisieren. Er sprach von einem „Schaufenster landesweit“, das der Fakultät Alleinstellungsmerkmale zukommen ließe und verwies auf weitere Innovationen und geplante Erweiterungen.

Mit Unterstützung des Vereins der Freunde der Hochschule Esslingen (VDF) hatte die Fakultät für das leibliche Wohl mit Würstchen und Getränken gesorgt. Ein letzter schöner Sommertag lockte die Gäste zum gemütlichen Beisammensein vor das Gebäude.