Erfolgreicher Abschluss der Jubiläumsreihe „Salon Denkzeit“

Eine positive Bilanz der Vortragsreihe „Salon Denkzeit“ zieht der Studiengang „Bildung und Erziehung in der Kindheit“ an der Hochschule Esslingen. Anlässlich des 10-jährigen Bestehens hatte dieser ein buntes Jubiläumsprogramm auf die Beine gestellt: Neben Vorträgen zu dem Verhältnis von Kindheit, Kindheitspädagogik und politischer Bildung gehörte auch eine Festveranstaltung dazu.

Prof. Dr. Isabell Diehm sprach bei der Vortragsreihe "Salon Denkzeit". Foto: Hochschule

„Wir haben mit unseren Veranstaltungen eine Plattform für den fachlichen Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis geboten“, sagte Studiengangleiterin Prof. Dr. Regine Morys.

Viele Fachkräfte aus der Region waren dabei

An den Vorträgen nahmen nicht nur Studierende, Lehrende und AbsolventInnen teil, sondern auch viele pädagogische Fachkräfte aus der Region. Sie nutzten die Chande, zu diesen Themen in einen Austausch mit der Hochschule zu kommen.

„Die Gelegenheit, wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Praxis aufeinander zu beziehen, wurde vom Publikum lebhaft genutzt. Zu einer gelungenen Atmosphäre trug auch die musikalische Rahmung mit Gitarre und Gesang bei“, berichtete die Professorin.

Abschluss der Reihe mit einem Vortrag zur politischen Bildung in der (frühen) Kindheit

Der letzte Vortrag fand im Mai statt. In diesem beschäftigte sich die renommierte Fachexpertin und derzeitige Dekanin des Fachbereichs Erziehungswissenschaften der Goethe Universität Frankfurt, Prof. Dr. Isabell Diehm, mit der Frage nach einer sinnvollen politischen Bildung in der frühen Kindheit und deren Möglichkeiten.

Sie legte dar, dass verschiedene Theorien zum frühen Lernen zum Teil heute noch die pädagogische Arbeit prägen. So stellte die Referentin beispielsweise heraus, dass pädagogische Programme, wie die Umwelterziehung, eine interkulturelle Erziehung oder die Friedenspädagogik häufig politische oder gesellschaftliche Probleme aufgreifen, die in die Bildung und Erziehung einfließen.

Migrationsbedingte Themen spielen heute eine Rolle

Heutzutage sind dies zum Beispiel auch migrationsbedingte Themen, wie die Menschenrechtserziehung oder die Entwicklung einer diskriminierungssensiblen Haltung. Doch wie viel Politik und welche politischen Probleme können Kindern schon zugemutet werden?

Grundsätzlich sieht die Professorin Inhalte dieser Programme, wie zum Beispiel die Erziehung zum bewussten Umgang mit Ressourcen, als positiv an, für pädagogische Fachkräfte ist es jedoch wichtig, dass der Einsatz immer auch kritisch hinterfragt wird.