TECademy – technikbegeisterte Schülerinnen und Schüler besuchen die Hochschule

TECademy ist die Technik AG der Friedrich-Schiller-Schule in Neuhausen a. d. Fildern. Am Dienstag, 23. Mai, war die Gruppe zu Besuch bei Prof. Dr.-Ing. Alexander Friedrich.

Der Stallardo´16 zieht die Blicke der Schüler auf sich

Ein selbstlernender Roboterarm. Fotos: Hochschule

Ehrfürchtig schauen die Schülerinnen und Schüler der TECademy der Neuhäuser Friedrich-Schiller-Schule in die Werkstatt des Rennstall-Teams. Dort steht der Stallardo '16 mit halboffener Verkleidung und gewährt Einblicke in seine Lenkungsmechanik. Kleine Steinchen haben sich in die Slicks eingedrückt und erzählen von Geschwindigkeit, engen Kurven, Drifts und Adrenalin. Die jungen Technikfans überwinden ihre Scheu und stellen Fragen. Nach dem Motor, der Rennsaison und ob man einfach beim Rennstall mitmachen könne, wenn man an der Hochschule Esslingen studiert. Man kann.

TECademy trifft sich regelmäßig

Die Schüler der TECademy treffen sich regelmäßig, um ihrer Leidenschaft für Technik zu frönen.  „In der TECademy lernen die Schüler messen, prüfen, regeln und programmieren. Gelegentlich machen wir Ausflüge, damit die Schüler sehen, wie Technik in der Industrie angewandt wird – schließlich ist die Berufswahl demnächst ein Thema“, sagt Physik-, Mathe- und Geografielehrer Hau. Hau leitet die TECademy an der Friedrich-Schiller-Schule. Heute besucht die Gruppe die Hochschule Esslingen.

Ingenieurin oder Ingenieur - ein schöner Beruf

Prof. Dr.-Ing Alexander Friedrich, Professor an der Fakultät Maschinenbau, führt die Besucher durch die Hochschule, zeigt ihnen einen Hörsaal, erklärt, was es bedeutet zu studieren und dass es schön ist, Ingenieurin oder Ingenieur zu sein.

„Bevor ich Professor wurde, war ich 28 Jahre Ingenieur. Ich habe in dieser Zeit an vielen Eisenbahnzügen mitgebaut, und als wir einmal einen Geschwindigkeitstest mit fast 580 km/h gemacht haben, hatte ich so viel Angst, dass ich möglicherweise für den Rest meines Lebens keine Angst mehr übrig habe. Nach der kurzen Fahrt war ich aber dennoch traurig, dass die Fahrt schon vorbei war“, sagt Friedrich – und  begeistert die Schüler vom Ingenieurberuf.

„Ich freue mich, wenn ich einige von euch in ein paar Jahren an der Hochschule Esslingen wiedersehe“, sagt der Professor.

„Ich will Informatik studieren“, erzählt ein Schüler. „Java und Python habe ich mir mit YouTube-Tutorials beigebracht. Zuhause programmiere ich Spiele und Benutzeroberflächen.“

Das Interesse an Naturwissenschaft und Technik fördern

„Wir fördern das Interesse junger Menschen an Naturwissenschaft und Technik“, sagt Silvya Broyer von der BBQ Berufliche Bildung gGmbH. Sie steht mit sieben Schulen im Umkreis in Kontakt und organisiert Kontakte zwischen Schülern und Firmen der Metall- und Elektroindustrie.

„Die Hochschule Esslingen gefällt mir“, sagt ein Schüler. „Nach dem Realschulabschluss mache ich auf jeden Fall die Fachhochschulreife oder das Abi – und dann studiere ich“.

Windkanal, 3D-Drucker und Kunststofflabor

Friedrich zeigt den Schülern den Windkanal, den 3D-Drucker und das Kunststofflabor. Ein Student, der im Labor an einem orangenen Roboterarm arbeitet,  erklärt seinen Aufbau: Er programmiert einen selbstlernenden Roboter. Alle Beteiligten tauschen sich aus und zeigen auf Details. Die gemeinsame Begeisterung ist deutlich zu spüren in dem Raum, durch den sich der Roboterarm bewegt. Technik verbindet eben. 

Von: Carmen Renz