Studierende entwickeln Apparatur für Dokumentenablage

Im Rahmen eines Wettbewerbs in den Maschinenbauvorlesungen „Konstruktionsmethodik/Gestaltung und Design“ von Prof. Dr. Alexander Friedrich und der Lehrbeauftragten Patricia Lorek sollten Viertsemester eine Apparatur entwerfen.

Die Gewinnergruppe zusammen mit Prof. Friedrich (links im Bild) und Patricia Lorek.

Und so sieht das Ergebnis aus. Fotos: privat

Mit diesem Apparat kann das Smartphone als Dokumentenscanner genutzt werden. Der Entwurf der Gewinner hat am Ende die die auftraggebende fileee GmbH überzeugt und die Erwartungen sogar übertroffen.

Damit die Handykamera beim Scan im richtigen Abstand zum Dokument steht, muss der Nutzer sein Smartphone auf die neuentworfene Apparatur legen. LEDs im Gehäuse leuchten das Papier optimal aus. Das Modell der Gewinner Tim-Oliver Gesswein, Felix Loroff und Ruben Gesk besticht mit einem durchdachten Design und hochwertig anmutender Ästhetik. Mit klaren Linien, einem ganzheitlichen Konzept und ordentlichem Ingenieurshandwerk ist eine stilvolle Anmutung entstanden, die sich sehen lässt und funktioniert.

Lehre mit hohem Praxisbezug
„Unsere Studierenden konnten Fachwissen und Fähigkeiten in einem konkreten Projekt anwenden. So haben sie gelernt, mit welchen Herausforderungen Maschinenbauer im Arbeitsalltag konfrontiert werden“, sagt Friedrich.

Die Aufgabe für den Wettbewerb hatte die fileee GmbH aus Münster gestellt. Das Startup-Unternehmen bietet ein Ordnungssystem namens fileee mit gleichnamiger App an.  Mit der Handykamera und der Scanvorrichtung scannen Nutzer ihre Dokumente. Das fileee-System ordnet jedes gescannte Dokument der Aufbewahrungsbox zu, in die es gelegt wurde. Jede Box ist vom Boden bis zum Rand in vier farbig gekennzeichnete Bereiche eingeteilt.

Beim Scan eines Dokuments registriert fileee nicht nur die Nummer der Box, sondern auch, in welchem farblichen Bereich es liegt. Sucht der Nutzer etwa eine Abrechnung via Stichwortsuche, so findet die fileee-App den digitalen Scan des Dokuments und gibt an, in welcher der nummerierten Aufbewahrungsbox es sich befindet.

Erwartungen übertroffen
Die Scan-Apparaturen der fileee GmbH waren zunächst aus Pappe und wenig ansprechend, also wandte sich Eike Thies, Mitbegründer von fileee, an die Hochschule Esslingen und rief mit Prof. Dr. Friedrich und der Lehrbeauftragten Patricia Lorek zum Wettbewerb auf. Die Studierenden sollten ein stabileres Gerät als das Pappmodell entwickeln.

Es durfte nicht schwerer als 1,5 Kilogramm und mit drei Handgriffen aufzubauen sein. Außerdem sollte es ästhetisch so attraktiv sein, dass man es sowohl im zugeklappten als auch im aufgebauten Zustand im Wohnzimmer oder Büro stehen lassen möchte.

Die Konstruktion des Gewinnerteams hat die Erwartungen übertroffen. Als Belohnung erhielten Tim-Oliver Gesswein, Felix Loroff und Ruben Gesk eine fileee-Erstausstattung und ein Jahres-Abo für die erweiterten Funktionen der fileee-App.