Internationales Forschungsprojekt startet in Esslingen

So sieht ein internationales Projekt aus: Fünf Hochschulen und sieben Unternehmen aus fünf verschiedenen europäischen Staaten arbeiten in einem großen Forschungsvorhaben zusammen.

Fünf Hochschulen und sieben Unternehmen gehören zu dem europaweiten Projekt HEIBus. Mit dabei: Prof. Haberkern, Prof. Kehl und Ying Jiao-Steinmetz.

Projektleiter Prof. Haberkern bei einem Workshop zum Auftakt des Projekts.

Führung durch ein Labor der Fakultät Mechatronik an der Universität Miskolc/Ungarn. Die Maschinen sind von Bosch gesponsert. Fotos: Hochschule/Jiao-Steinmetz

Ihr Ziel: Sie wollen die Kooperation zwischen europäischen Unternehmen und Hochschulen verbessern und konkrete Forschungsaufgaben in internationalen Teams lösen. Mit dabei: die Hochschule Esslingen unter Leitung der Fakultät Maschinenbau.

Vor wenigen Tagen haben sich die Partner getroffen und das Forschungsprojekt HEIBus offiziell gestartet. HEIBus steht für “Higher Education Institutions Business collaboration for skills and competitiveness”. Das von der Europäischen Union geförderte Projekt läuft über drei Jahre und hat ein Volumen von knapp einer Million Euro. Davon entfallen rund 140.000 Euro auf die Hochschule Esslingen.

Internationale studentische Teams treten an
Aufgabe der Esslinger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist es, mit mehreren international besetzten studentischen Teams konkrete Probleme von Unternehmen zu lösen. Die Teams werden in einen Wettbewerb um das beste Ergebnis treten und dabei auch unterschiedliche Arbeitsmethoden erproben:

Einige werden sich treffen, andere sollen sich ausschließlich virtuell austauschen. Gerade das rein virtuelle Arbeiten ist eine neue Herangehensweise, die hier in der Praxis getestet wird. Zudem sollen die studentischen Teams aus unterschiedlichen Fachbereichen kommen.

Auch bei den Unternehmen ist ein internationales Vorgehen geplant: Es werden jedes Jahr andere Länder mit ihren Unternehmen die Gastgeber für die Forschungsaufgaben sein. Weiterer Projektbaustein: Unternehmen werden Studentinnen und Studenten als Mentoren begleiten.

Denn auch für die beteiligten Firmen hat die Zusammenarbeit Vorteile: Sie bekommen neuen wissenschaftlichen Input und lernen künftige Arbeitskräfte kennen.

Große Chance für Esslinger Studierende: Konkretes Fachwissen in Europa erproben
"Für unsere Studierenden ist das Projekt eine große Chance“, sagt Projektleiter Prof. Dr. Anton Haberkern von der Fakultät Maschinenbau. „Die jungen Leute können ihr konkretes Fachwissen in der Zusammenarbeit mit den Unternehmen erproben. Dass der Austausch auch noch auf europäischer Ebene erfolgt, ist ein weiterer Pluspunkt. Denn so sieht die Realität in der heutigen Arbeitswelt aus. Es wird in fachlich gemischten, internationalen Teams mit unterschiedlichen Methoden gearbeitet.“

Die Partner kommen aus Deutschland, Finnland, Rumänien, Ungarn und Spanien
Partner in dem europäischen Projekt sind neben der Hochschule Esslingen die JAMK University of Applied Sciences aus Finnland, die Technische Universität Cluj-Napoca aus Rumänien, die Universität Miskolc aus Ungarn und die Universität Jaen aus Spanien.

Zu den Unternehmenspartnern gehören ITAB Pikval (Finnland), S.C. PRO-TEHNIC S.R.L. (Rumänien), SC AUTOMATES ACM S.R.L. (Rumänien), Electrolux Lehel Ltd. (Ungarn), Robert Bosch Power Tool (Ungarn), Valeo Iluminación España S.A.U. (Spanien) und das Unternehmen Stöbich Brandschutz GmbH aus Deutschland.

Weitere Informationen & Ansprechpartner:

Projekthomepage HEIBus

Zum Projektteam gehören: Prof. Dr. Steffen Greuling, Prof. Dr. Anton Haberkern, Prof. Dr. Gerhard Kehl und Ying Jiao-Steinmetz.

Von: Christiane Rathmann