Digitalisierung in der Kunststofftechnik: Neue Ansätze vorgestellt

Hochschule Esslingen und Firma Zeiss stellen neue Ansätze vor

Zu einem Praxisseminar hat Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Guth von der Fakultät Maschinenbau vor wenigen Tagen Industrievertreter aus der Region eingeladen. Im Labor für Kunststofftechnik LKT an der Hochschule Esslingen stand das Thema Digitalisierung und deren Möglichkeiten in der Kunststofftechnik auf der Agenda.

So präsentierte das LKT Team der Hochschule  vielfältige Ansätze, um über einen optimierten Freigabeprozess bei Kunststoffformteilen und -werkzeugen eine verbesserte Transparenz im Entwicklungsprozess und damit kürzere Freigabezeiten zu erzielen. Die Nutzung der Möglichkeiten der Digitalisierung wurde in enger Zusammenarbeit mit den Firmen Zeiss und bomo entwickelt und anhand eines realen Bauteils erfolgreich getestet.

Digitalisierung auch in der Kunststofftechnik

Auch in der Kunststofftechnik schreitet die Digitalisierung rasant voran, beeinflusst und verändert alle Prozess-Schritte in der Wertschöpfungskette. Moderne Meßmethoden - etwa optische und computertomografische Verfahren - sowie entsprechende Softwarelösungen  im Entwicklungsprozess – wurden in den letzten Jahren im Labor für Kunststofftechnik intensiv untersucht und weiterentwickelt. Die Praxistauglichkeit des Modells wurde anhand eines realen Bauteils aus der Industrie nachgewiesen.

Neuer Schwerpunkt in Industrie und Hochschullehre

„Digitalisierung und Industrie 4.0 werden zukünftig einen Schwerpunkt in der Lehre im Bereich Kunststofftechnik der Fakultät Maschinenbau bilden. Dabei nutzen wir unser enges Netzwerk mit mittelständischen Firmen der Region, um den Studierenden möglichst praxisnahe und aktuelle Inhalte zu vermitteln“, sagt Guth.

Die hohe Bedeutung neuer digitaler Verfahren betont auch Peter Höhnle, Leiter des Bereichs Automobil der Firma Bomo Kunststofftechnik: „Die Kunststofftechnik steht heute im Zeichen von Digitalisierung und Industrie 4.0 und hat damit eine wesentliche Bedeutung für unsere zukünftige Wettbewerbsfähigkeit.“