Begeisterung über die Technikwelt beim Girls' Day

Esslingen/Göppingen. Der bundesweite Girls‘ Day ermöglicht Schülerinnen einen Einblick in die Welt der typischen Männerberufe. 100 Mädchen waren zu Besuch an den Hochschulstandorten in Göppingen und Esslingen-Flandernstraße .

Esslingen: Unter dem Motto "Was studiert "frau" an der Hochschule Esslingen?" erhielten rund 50 Mädchen einen Einblick in die Arbeit einer Ingenieurin im Bereich Informationstechnik in Esslingen. Bei digitaler Bildbearbeitung und Löten einer eigenen kleinen Schaltung hatten die Mädchen im Alter von 13 bis 15 Jahren es viel Spaß und konnten jede Menge Erfahrungen sammeln. Und so wird das Thema Informationstechnik einmal ganz konkret beleuchtet, es geht „nicht nur“ um Computer. Aus erster Hand sozusagen konnten die Mädchen von Prof. Astrid Beck  erfahren, was man an der Hochschule Esslingen studieren kann und vor allem was sich hinter der Informationstechnik verbirgt.

Göppingen: „Das ist genau das, was ich später mal machen will“, ist sich Karolina Achtelik aus Ludwigsburg sicher. Sie hat am Dienstag, 27. März die Hochschule Esslingen am Standort Göppingen beim Girls‘ Day besucht. „Ich war schon bei einer anderen Veranstaltung mit Technik, da habe ich mich ganz gezielt umgeschaut und mich dann in Göppingen angemeldet“, berichtet die 12-Jährige. „Mathe und so mag ich einfach“, erklärt sie und weiß, dass das ein guter Grundstein ist, um später als Ingenieurin zu arbeiten. Gut 50 junge Mädchen haben in den Laboren und Werkstätten der Hochschule in Göppingen gestern Technikluft geschnuppert und sich angeschaut, was Ingenieure machen: CAD-Konstruktion, Löten kleinster Bauteile in der Mikrotechnik, handfestes Kunstwerke-Schweißen oder auch die Schmuckwerkstatt, in der auch Elektronikteilen und Metall kleine Schmuckstücke entstehen.

„Die Mädchen sind begeistert dabei“, berichtet Ingenieurin Anja Eble, die am Standort Göppingen der Hochschule Esslingen für die Organisation der Girls‘ Day Workshops verantwortlich zeichnet. „Die Nachfrage in diesem Jahr war enorm“, berichtet Eble – die Plätze waren schnell belegt. „Wir wollen den jungen Mädchen ganz praxisnah die Technik vermitteln und Hürden abbauen“, erklärt die Expertin. Die Mädchen sind derweil mittendrin: Löten, Schweißen, Feilen, Hämmern. „Es ist sehr interessant hier“, sagt auch Amelie Seitz. Die 13-Jährige geht auf das Göppinger Werner-Heisenberg-Gymnasium und ist sich schon jetzt sicher: „Ich will später etwas mit Naturwissenschaften machen.“

Der Girls‘ Day bestärkt sie bei diesem Plan, weil sie „Technik zum Mitmachen“ erlebt hat. Den Tag für einen Einblick genutzt hat auch Klara Singer. Die 12-Jährige hat durch die Schule von den Angeboten der Hochschule erfahren und sich dann angemeldet: „Ich bin froh, dass ich es gemacht habe, denn es macht wahnsinnig Spaß“.

Bildunterschrift: Girls in der Schmuckwerkstatt am Standort Göppingen
Bild: Blankenhorn

Von: Red