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Die Ahnengalerie im Senatsaal wird erweitert
Das Portrait des ehemaligen Rektors Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Jürgen van der List hat seit Ende Januar seinen Platz im Senatsaal. Nach alter Tradition werden dort die Rektoren der Hochschule Esslingen und ihrer Vorgängereinrichtungen verewigt. Durch das Engagement des Vereins der Freunde der Hochschule Esslingen und die Esslinger Verbindungen wird jeder Rektor nach seiner Amtszeit portraitiert und in die Ahnengalerie aufgenommen.
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„Ab heute wird auch Prof. Jürgen van der List ein waches Auge auf den Senat haben, so wie es seine Vorgänger auch schon tun.“ Mit diesen Worten eröffnete Rektor Dr.-Ing. Bernhard Schwarz die Veranstaltung zur feierlichen Bildenthüllung. Vor allem dem Verein der Freunde der Hochschule Esslingen und den Esslinger Verbindungen ist es zu verdanken, dass die Reihe der Portraits der ehemaligen Rektoren weiter fortgeführt wird. Es sei ein sichtbares Zeichen der langen Tradition der Hochschule Esslingen. Prof. Jürgen van der List war von 1997 bis 2007 Rektor der Hochschule Esslingen.
Bevor das Bild enthüllt wurde, beschrieben die Redner das Bild in Worten. Der Vorsitzende des Vereins der Freunde der Hochschule Esslingen Dietmar Ness machte das Publikum mit der anwesenden Künstlerin Anneliese Hermès bekannt. Sie ist 1953 in Kesternich in der Eifel geboren und studierte Design an der FH Aachen und an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Sie erhielt das Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes und ein Amerika-Stipendium des Landes Baden-Württemberg. Nach einer Zeit als Lehrbeauftragte an der Staatlichen Akademie in Stuttgart wurde sie vor allem durch mehr als 30 Gruppen- und Einzelausstellungen bekannt. Das Atelier von Anneliese Hermès ist in Göppingen. „Das Werk der Künstlerin ist durch Spontaneität und ihren persönlichen Duktus geprägt – das Wichtige wird in ihren Portraits hervorgehoben. Das Portrait steht und fällt für sie mit den Händen. Dies werden sie auf dem Bild von Herrn van der List eindrucksvoll erkennen“, erklärte Ness. „Die Hände spiegeln seine Fähigkeit, die richtigen Dinge zu erkennen und zu tun, wider – sie sind zusammenführend und pointiert dargestellt.“ Das Bild zeige Prof. van der List so, wie er war: „Durch seine anpackende und ausgleichende Art hat er viele große Veränderungen an der Hochschule Esslingen erfolgreich umgesetzt. Die größte Leistung sei dabei die Fusion der beiden Hochschulen, aber auch die weitere Internationalisierung und die Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge gewesen.
Karlheinz Menten, der 1965 sein Studium absolvierte, sprach das Grußwort für den Rotenberger Vertreter Convent (RVC). Dabei dankte er Jürgen van der List, dass er immer ein offenes Ohr für die studentischen Verbindungen hatte.
„Die Bilder der Rektoren“, so der Weggefährte in Rektoratstagen Prorektor Dr.-Ing. Hans Martin Gündner, „sind Türspione in unsere Geschichte, die das Fundament des Jetzt und der Zukunft ist. Es spielt dabei überhaupt keine Rolle, wie lebensecht oder genau nun das Bild ist, das nachher enthüllt wird.“ Wie die Malerin ihr inneres Bild von Jürgen van der List machte und wie sie es mit der ihr eigenen Technik, ihren Farben, ihrer Ausdruckssprache auf die Leinwand zauberte, so zeichnete Gündner mit Worten sein persönliches Bild von van der List nach. „Es zeigt einen erfolgreichen Menschen mit weitem Horizont, der seinen Partnern mit Wertschätzung und Vertrauen begegnet und der sich bei allem Ehrgeiz eine wohltuende Leichtigkeit bewahrt hat.“ So möchte er ihn immer in Erinnerung behalten.
Großer Beifall erhält das Bild, als der Vorhang fällt. Prof. van der List staunte: „Tatsächlich, wenn ich diese Haltung der Hände nachvollziehe, dann muss ich feststellen, es stimmt.“. Seiner Meinung nach hat ihn die Künstlerin gut getroffen. Freundlichkeit, überzeugt von dem, was er gerade sage, eine gewisse Gelassenheit – dies vielleicht auch, weil er nach der Zeit im Rektorat portraitiert wurde, so sieht er sich selbst in diesem Bild. Nun sei er gespannt, was er im Senatsaal zukünftig erleben und hören werde. „Studienplanänderungen, Berufungen, Hochschulbudgets, Ehrungen … aber sicher auch viele historische und strategische Weiterentwicklungen zum Wohle der Hochschule Esslingen“, so ist sich van der List sicher.
Cornelia Mack
Bild: Typisch van der List? Die Künstlerin Anneliese Hermès mit dem Portraitierten Jürgen van der List
(Mack)
03.02.2010/mc
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